Der ChatGPT-Entwickler OpenAI erklärte kürzlich in einem Treffen mit Vertretern der Kartellchefin der Europäischen Kommission, Teresa Ribera, dass seine Anwendungen zwar in den App-Stores von Apple, Microsoft und Google gehostet werden, die Dominanz großer amerikanischer Technologieunternehmen jedoch zu einem Hindernis für das Wachstum von OpenAI geworden sei.

Das Treffen fand am 24. September 2025 statt und das Protokoll des Treffens wurde von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Dem Protokoll des Treffens zufolge präsentierten OpenAI-Vertreter ihre Ansichten zur „Dynamik und sich entwickelnden Wettbewerbslandschaft des Marktes für künstliche Intelligenzdienste“ und forderten die Regulierungsbehörden auf, wachsam zu bleiben und „rechtzeitig Maßnahmen“ zu ergreifen, um zu verhindern, dass Benutzer an bestimmte Plattformen gebunden werden. Wenn Benutzer an das System gebunden sind, wird es für Unternehmen wie OpenAI schwierig, mit bestehenden Giganten wie Apple und Google zu konkurrieren.
Es ist erwähnenswert, dass Apple derzeit die ChatGPT-Technologie von OpenAI verwendet, um seine Apple Intelligence-Funktionssuite für künstliche Intelligenz zu verbessern. In den letzten Jahren pflegte OpenAI auch eine kooperative Beziehung mit Microsoft. Microsoft ist nicht nur Partner von OpenAI, sondern auch Aktionär. Diese aktuelle Situation zeigt, dass es zwar Marktschwellen gibt, diese die Entwicklung von OpenAI jedoch nicht vollständig behindert haben.
Nach dem Treffen wurde kein klares Ergebnis festgehalten. Die Position von OpenAI ist jedoch ganz klar: Das Unternehmen bereitet sich auf den Marktwettbewerb in den Bereichen mobile Terminalbildschirme und KI-Software vor.
Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass dieses Treffen bedeutet, dass die EU eine formelle Kartelluntersuchung einleiten wird. Es ist jedoch unklar, wie die Kunden und Partner von OpenAI bei großen US-amerikanischen Technologieunternehmen den Schritt sehen werden.
Im aktuellen Marktumfeld scheint OpenAI zu wollen, dass große Technologieunternehmen seine Technologie nutzen, ist aber gleichzeitig um seine Marktposition besorgt.