Die günstige Wärmeleitpaste SGT-4 des koreanischen Herstellers Amech war einst aufgrund ihres niedrigen Preises (ca. 7 US-Dollar für eine 4-Gramm-Packung) die erste Wahl für preisbewusste Anwender.Allerdings hat sich dieses Produkt mittlerweile als schwerwiegender „Hardware-Attentäter“ erwiesen, der den Kühlkörper und den Prozessor eines Computers dauerhaft beschädigen kann.

Tatsächlich hat der deutsche Hardware-Analyst Igor Wallossek vor mehr als einem Jahr eine Warnung ausgesprochen. Das hat er durch chemische Analyse herausgefundenDas wärmeleitende Silikonfett SGT-4 enthält PDMS (Polydimethylsiloxan) und RTV-Silikon mit Kondensationsreaktion. Diese Mischung setzt während des Aushärtungsprozesses Essigsäure (allgemein als Essigsäure bekannt) frei.

Diese Essigsäure verursacht Hardware-Korrosion, und Wallossek warnt davor, dass sie die Kupferoberfläche oxidiert, was mit der Zeit zu schlechtem Kontakt und verminderter Leistung führen kann.

Leider wurden die Bedenken von Igor Wallossek durch aktuelles Benutzerfeedback im koreanischen Quasarzone-Forum bestätigt.Mehrere Nutzer posteten Fotos von Schäden an ihrer Hardware: stark korrodierte Kühlkörper, eingeätzte CPU-Beschriftungen und sogar gesundheitliche Probleme durch die Verdunstung von Essigsäure.

Ein Nutzer beobachtete den Schaden unter dem Mikroskop und beschrieb ihn als „ameisenhaufenartige Korrosionsstruktur“, was voll und ganz mit dem von Igor Wallossek vorhergesagten chemischen Korrosionsmuster übereinstimmt. Tests ergaben, dass der Kühlkörper mit unbehandelter Kupferoberfläche besonders anfällig für Beschädigungen war, während das vernickelte Modell eine höhere Widerstandsfähigkeit aufwies.

Angesichts der weit verbreiteten Berichte und Zweifel von Anwendern war die Reaktion des Herstellers Amech enttäuschend. Sie erwähnten nur vage, dass das Produkt der RoHS- und REACH-Zertifizierung entspricht, diese Zertifizierungen beweisen jedoch nicht, dass das Produkt nicht korrosiv ist.