Anfang des Jahres kündigte General Motors (GM) Pläne an, Apples CarPlay und Android Auto in künftigen Elektrofahrzeugen zugunsten eines gemeinsam mit Google entwickelten Infotainmentsystems auslaufen zu lassen. Die Entscheidung war bei iPhone-Nutzern nicht beliebt, und heute gab GM in einer Diskussion mit MotorTrend zusätzliche Einblicke in die Entscheidung.

Laut Tim Babbitt, Leiter Infotainmentprodukte bei GM, hat GM die Sicherheit der Fahrer im Blick. Bei CarPlay und Android Auto kann es zu Problemen wie schlechten Verbindungen, langsamen Reaktionszeiten, Kompatibilitätsproblemen und Konnektivitätsproblemen kommen, die den Fahrer von Fehlfunktionen des Smartphones ablenken.

Babbitt sagte, wenn das eingebaute System nicht auf Dienste wie CarPlay angewiesen sei, sei die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Fahrer zum Telefon greife, was die Fahrsicherheit verbessere. GM liegen keine Daten vor, die belegen, dass das Infotainmentsystem weniger ablenkend ist als CarPlay, und es wurden auch keine Tests durchgeführt.

Unter Berufung auf Daten von J.D. Power sagte GM, dass Probleme mit CarPlay und Android Auto häufige Beschwerden von Autobesitzern seien und Kunden normalerweise dem Autohersteller die Schuld geben, nicht Apple oder Google.

Das geplante Infotainmentsystem von GM wird native Google-Apps integrieren, darunter Google Maps und Google Assistant für Sprachbefehle, und CarPlay ersetzen. Wie MotorTrend betont, würde die Abschaffung von CarPlay GM mehr Kontrolle über die Fahrerdaten geben, es GM aber auch ermöglichen, Abonnementdienste und Apps für den Einkauf von Lebensmitteln, Benzin und anderen Lebensmitteln anzubieten.

Bereits im August sagte GM, dass die Abmeldung von CarPlay es dem Unternehmen ermöglichen würde, mehr Informationen über den Ladestatus zu erhalten, um die Navigation auf Routen zu erleichtern und ein besseres Benutzererlebnis zu bieten.

Elektrofahrzeuge der Marken Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC werden CarPlay einstellen. Die Fahrzeuge von GM mit Verbrennungsmotor werden CarPlay weiterhin unterstützen, bis es im Jahr 2035 zugunsten einer reinen Elektrofahrzeugpalette ausläuft.