Laut Gizmodo ist das Hubble-Weltraumteleskop seit seinem Start im April 1990 zu einem klassischen Fenster für die Menschheit zur Beobachtung des Universums geworden und hat atemberaubende Bilder von unzähligen Galaxien und Schwarzen Löchern aufgenommen. Jedoch,Dieser angesehene „Weltraumveteran“ steht vor einer schweren existenziellen Krise – seine Umlaufhöhe nimmt weiter ab und ohne Intervention könnte er bereits im Jahr 2029 in die Atmosphäre fallen und zerfallen.

Daten zeigen, dass Hubbles Umlaufhöhe bei seinem Start etwa 579 Kilometer betrug. Mittlerweile ist sie auf etwa 525 Kilometer gesunken, und die Zerfallsrate ist schneller als erwartet. Der Hauptgrund für diesen Trend ist die ungewöhnlich aktive Sonnenaktivität der letzten Jahre.

Ein starker Sonnenfluss wird dazu führen, dass sich die obere Erdatmosphäre erwärmt und ausdehnt, wodurch sich der atmosphärische Widerstand, dem Hubble ausgesetzt ist, wenn er in einer erdnahen Umlaufbahn umkreist, erheblich erhöht, als würde ihn eine unsichtbare Hand ständig zur Erde ziehen.Sobald die Höhe unter etwa 400 Kilometer sinkt, beträgt die Verweildauer im Orbit weniger als ein Jahr, und eine Rettung wird bis dahin nur noch schwer möglich sein.

Die NASA arbeitete 2022 mit SpaceX zusammen, um die Möglichkeit zu untersuchen, Hubble mit der Raumsonde Dragon auf seine ursprüngliche Umlaufbahn von etwa 600 Kilometern zurückzudrängen und so seine Lebensdauer zu verlängern.

Bisher gab es jedoch keine wesentlichen Fortschritte bei dem Plan, und die NASA hat keine formellen Missionsvereinbarungen bekannt gegeben.Da es keine offizielle Rettung gibt, muss sich die wissenschaftliche Gemeinschaft mit der Realität auseinandersetzen, dass Hubble möglicherweise vorzeitig in den Ruhestand geht, da sie befürchtet, dass dies zu einer Lücke in den weitreichenden kosmischen Beobachtungsmöglichkeiten führen wird.

Gleichzeitig hat die Zivilgesellschaft neue Hoffnung gebracht. Das vom ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt finanzierte Weltraumteleskopprojekt „Lazuli“ soll 2028 starten. Es wird das erste vollständig privat finanzierte Weltraumteleskop sein, das eine ähnliche Spiegelgröße wie Hubble hat und mit fortschrittlicheren modernen Instrumenten ausgestattet ist.