Laut Lieferkettenquellen hat NVIDIA seinen Windows-on-Arm-Chipplan nicht auf Eis gelegt. Die ersten Arm-Notebook-Prozessoren mit dem Codenamen N1X werden voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2026 auf den Markt kommen und mit der speziell für die neue Hardwareplattform vorbereiteten Version Windows 11 26H1 vorinstalliert sein. Der Bericht wies darauf hin, dass dies den Versuch von Nvidia darstellt, vom traditionellen GPU-Geschäft weiter auf den PC-CPU-Bereich auszudehnen, insbesondere auf den Laptop-Markt für das Windows on Arm-Ökosystem.

Laut dem taiwanesischen Medium „Electronic Times“ unter Berufung auf Quellen aus der Lieferkette umfasst die aktuelle Roadmap von Nvidia nicht nur die N1/N1X-Chips der ersten Generation, sondern auch Pläne für die neue Generation von N2- und N2X-Produkten um 2027, was zeigt, dass das Layout auf der Arm-PC-Plattform ein mittel- bis langfristiges Projekt sein wird, das weiter voranschreitet. Unter ihnen soll N1 auf Desktop-Computer ausgerichtet sein, während sich N1X auf Notebook-Plattformen konzentrieren wird. Die erste Charge dünner und leichter N1X-Notebooks wird voraussichtlich gegen Ende März 2026 auf den Markt kommen. Der Schwerpunkt wird zunächst auf Verbrauchermodellen liegen und im zweiten Quartal 2026 möglicherweise auf weitere Formen und Marktsegmente ausgeweitet werden.

In dem Bericht wurde erwähnt, dass sich N1X nicht nur im Gerüchtestadium befinde, seine Plattform sei auch im DGX Spark-System von Nvidia zum Einsatz gekommen. Das System basiert auf der N1X-Plattform, ist mit einem GB10-„Superchip“ ausgestattet und mit 128 GB einheitlichem Speicher ausgestattet. Quellen aus der Lieferkette sagen, dass zukünftige N1X für Windows on Arm-Notebooks ebenfalls ein ähnliches einheitliches Speicherarchitekturdesign verwenden werden. Es wurde bekannt, dass eine Reihe von PC-Herstellern, darunter Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP, Lenovo und MSI, ihre eigenen DGX Spark-Systeme entwickeln, was zeigt, dass die Industriekette stark an dieser Plattform beteiligt ist.
Nach früheren Plänen sollte das N1X-Notebook ursprünglich Ende 2025 vorgestellt werden. Aufgrund der Rhythmusanpassung des Microsoft-Betriebssystems und der schwachen Marktnachfrage nach Notebook-Terminals sowie der stärkeren Abhängigkeit des einheitlichen Speicherdesigns von Speicherangebot und -preis wurde der Veröffentlichungszeitpunkt jedoch auf 2026 verschoben. Der Bericht geht davon aus, dass diese Verzögerung eng mit der neuen Plattformstrategie von Windows 11 26H1 zusammenhängt: Microsoft hat bestätigt, dass 26H1 kein traditionelles ist Funktionsupdate für Windows 11 25H2, aber eine Version mit zugrunde liegenden Plattformänderungen für bestimmte neue Siliziumchips.

Microsoft hatte zuvor in einem Blog erklärt, dass Windows 11 26H1 nur Systemschichtänderungen zur Unterstützung bestimmter Chipplattformen enthält und selbst keine exklusiven neuen Funktionen für Endbenutzer bereitstellt. Es basiert jedoch auf einem neuen Plattformzweig und bietet optimierte Unterstützung für Prozessoren der neuen Generation, einschließlich Qualcomm Snapdragon X2. Obwohl Microsoft NVIDIA nicht namentlich nennt, geht die Branche allgemein davon aus, dass N1X auch ein wichtiger Teil dieser Strategie der „neuen Siliziumplattform“ werden wird.
Obwohl sich Nvidia nicht öffentlich zum entsprechenden Zeitplan geäußert und es stets vermieden hat, direkt auf Enthüllungen in der Lieferkette zu reagieren, ist die Markteinführung der ersten Charge von Arm-basierten Windows-Notebooks im Jahr 2026, gemessen an der Roadmap und den Fortschritten in der Industriekette, fast sicher. Von längerfristiger Bedeutung ist, dass Nvidia gleichzeitig auch Folgearchitekturen wie N2 und N2X fördert, die voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2027 auf den Markt kommen, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen auf den PC-Strecken Windows on Arm und AI stärker mit Qualcomm, MediaTek und dem traditionellen x86-Lager konkurrieren wird.