Der neueste Forschungsbericht des bekannten Branchenanalysten Ming-Chi Kuo zeigt, dass Apple bei der Einführung der hochauflösenden OLED-Display-Technologie in die Mac-Produktlinie immer noch Rückschritte macht. Unter anderem könnte sich der Zeitpunkt für die Einführung von OLED-Panels beim mit Spannung erwarteten MacBook Air-Modell weiter von dem zuvor prognostizierten Jahr 2028 auf die Zeit zwischen 2028 und 2029 verschieben.

Die OLED-Technologie gilt als wichtige Upgrade-Richtung für Apples künftige komplette Gerätepalette, da sie dünnere und leichtere Gehäusedesigns und höher auflösende Displays ermöglichen kann. Der Markt erwartet seit langem, dass die meiste Hardware, einschließlich MacBook Air, irgendwann auf OLED-Bildschirme umsteigen wird. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass das MacBook Air voraussichtlich bereits 2027 mit OLED ausgestattet sein wird, und weitere Erwartungen konzentrieren sich auf das Jahr 2028; In der neuesten langen Artikelanalyse der Lieferkette und des MacBook Neo aktualisierte Ming-Chi Kuo seine Aussage und wies darauf hin, dass das MacBook Air „voraussichtlich zwischen 2028 und 2029 OLED-Panels verwenden wird“.
In derselben Analyse bekräftigte er zunächst seine Einschätzung zum MacBook Pro – das MacBook Pro der nächsten Generation werde einen OLED-Bildschirm verwenden. Der Zeitpunkt wurde ursprünglich auf Ende 2026 festgelegt, jetzt wurde er jedoch leicht revidiert und geht davon aus, dass er auch auf Anfang 2027 fallen könnte. Im Gegensatz dazu hat sich der Fortschritt beim OLED des MacBook Air deutlich verlangsamt, und es wird erwartet, dass der relevante Zeitpunkt einen „ständig rückläufigen“ Trend zeigt. Genauere technische Details nannte er nicht und erläuterte auch nicht den genauen Grund für die Verzögerung.
Eine mögliche Interpretation in der Branche ist, dass Apple beabsichtigt, die Differenzierung zwischen MacBook Pro und MacBook Air in Bezug auf die Positionierung der Produktlinien zu verstärken, indem das höherpreisige MacBook Pro zunächst die Anzeigevorteile von OLED nutzen kann, seine Technologieführerschaft als Flaggschiffmodell verlängert und diese dann schrittweise an das MacBook Air der relativen Einstiegsklasse delegiert. Andererseits könnte der tatsächliche Markteffekt von OLED als Verkaufsargument auch geringer ausfallen als Apples frühere Erwartungen: Das neue iPad Pro mit OLED-Bildschirm ist schon seit einiger Zeit auf dem Markt, allerdings zeigten damals einschlägige Berichte, dass das Produkt die Ersatzwelle nicht wie erwartet maßgeblich ankurbelte und die Upgrade-Leistung relativ begrenzt war.
Es ist erwähnenswert, dass Ming-Chi Kuo seit langem als eine der zuverlässigen Quellen für Apple-Lieferkettennachrichten gilt und seine Vorhersagen zu Produktspezifikationen und Zeitplänen in der Branche große Aufmerksamkeit erregt haben. Allerdings hat er in dieser jüngsten Stellungnahme zur OLED-Planung von MacBook Pro und MacBook Air immer noch nicht klar unterschieden, welche Inhalte aus Lieferketteninformationen stammen und welche persönliche Schlussfolgerungen sind, was auch bedeutet, dass die relevanten Zeitpunkte in Zukunft weiterhin angepasst werden können.