Meta hat kürzlich die Einführung einer neuen Runde von Anti-Betrugsfunktionen in vielen seiner sozialen Anwendungen angekündigt, darunter WhatsApp, Facebook und Messenger. Meta wird außerdem mit Strafverfolgungsbehörden und Industriepartnern in verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, um die Betrugsbekämpfung auf Offline-Ebene zu verstärken.

Auf der Facebook-Plattform testet Meta einen neuen Warnmechanismus für „verdächtige Account-Anfragen“: Wenn Nutzer Freundschaftsanfragen an verdächtige Accounts senden oder empfangen, verschickt das System proaktiv Erinnerungen. Als Grundlage für die Beurteilung dienen Warnsignale wie etwa die Frage, ob es keine gemeinsamen Freunde gibt, ob sich das Konto in einem anderen Land als dem des Benutzers befindet und ob das Konto gerade erst registriert wurde. Dadurch können Benutzer potenzielle Betrugsrisiken erkennen.
WhatsApp hat basierend auf seinen bestehenden Sicherheitsfunktionen eine Erinnerung für „ungewöhnliche Geräteverknüpfungen“ hinzugefügt. Wenn das System eine verdächtige Geräteverbindungsanfrage erkennt, wird der Benutzer gewarnt, dass es sich möglicherweise um einen Betrug handelt. Ein typisches Szenario besteht darin, dass Betrüger Benutzer dazu verleiten, das Gerät der anderen Partei ohne ihr Wissen mit ihrem WhatsApp-Konto zu verknüpfen, indem sie Benutzer zum Scannen von QR-Codes anleiten. Die neue Version der Eingabeaufforderung weist nicht nur darauf hin, dass solche Vorgänge riskant sind, sondern zeigt auch die Quellinformationen der Verbindungsanfrage des Geräts an, um den Benutzern die weitere Beurteilung zu erleichtern.
Im Messenger gab Meta bekannt, dass es die Funktion „Betrugserkennung“ diesen Monat auf weitere Länder ausweiten wird. Diese Funktion analysiert, ob der Inhalt von Nachrichten von neuen Kontakten mit gängigen Betrugsmustern übereinstimmt, beispielsweise mit verdächtigen Informationen zu Stellenangeboten usw. Sobald eine Anomalie festgestellt wird, wird der Benutzer benachrichtigt, damit er in der ersten Kontaktphase wachsamer sein kann.


In Bezug auf Werbung auf der Plattform schlug Meta außerdem vor, den Überprüfungsmechanismus für Werbetreibende weiter zu stärken. Das Unternehmen plant, sich auf Hochrisikokategorien zu konzentrieren und hofft, den Anteil verifizierter Werbetreibender an den Werbeeinnahmen bis Ende dieses Jahres von derzeit etwa 70 % auf 90 % zu steigern. Die restlichen etwa 10 Prozent werden von risikoärmeren Geschäftsarten stammen, beispielsweise kleinen Unternehmen wie örtlichen Eisdielen.
Von Meta veröffentlichte Daten zeigen, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 159 Millionen Anzeigen wegen Betrugsverdachts entfernt und 10,9 Millionen Facebook- und Instagram-Konten geschlossen hat, die mit kriminellen Betrugszentren in Verbindung stehen. Meta wies darauf hin, dass Betrug zunehmend professionalisiert und industrialisiert werde und dieser Bedrohung daher auf vielschichtige Weise durch Technologie, Regeln und Zusammenarbeit begegnet werden müsse.
In Bezug auf die Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung erwähnte Meta, dass bei einer kürzlichen gemeinsamen Operation mit der Royal Thai Police insgesamt 21 Personen festgenommen wurden und Meta-Ermittler gleichzeitig mehr als 150.000 Konten im Zusammenhang mit dem Betrugszentrumsnetzwerk gesperrt haben. Darüber hinaus hat Meta in mehreren Regionen Werbekampagnen gestartet, um das Bewusstsein der Benutzer für Betrugsbekämpfung zu schärfen und Benutzern dabei zu helfen, Risiken zu erkennen, bevor es zu Betrug kommt.
Eine der Werbeaktivitäten mit dem Titel „Trapped in Scam Crime“ wurde von Meta in Zusammenarbeit mit dem US-Außenministerium und anderen Behörden in Vietnam, Thailand, Laos, Kambodscha und anderen Ländern und Regionen gestartet. Diese Aktivität konzentriert sich auf Themen wie Betrug in Telekommunikationsnetzen und Täuschung der Bevölkerung und zielt darauf ab, durch Fallaufklärung und Informationsverbreitung mehr Menschen verständlich zu machen, wie Betrug funktioniert, und die Möglichkeit zu verringern, in den Betrug hineinzufallen oder zur Teilnahme am Betrug gezwungen zu werden.