Volkswagen-Chef Thomas Schäfer machte in einem Interview deutlich, dass es völlig unverständlich sei, dass Nutzer interaktive Designs wie Touch-Slider im Auto akzeptieren würden, und verstehe ehrlich gesagt nicht, warum irgendjemand eine solche Steuerung haben möchte.Der deutsche Automobilkonzern brachte nicht nur seine Haltung zum Ausdruck, sondern ergriff auch Maßnahmen und versprach, dieses Design abzuschaffen und zu physischen Knöpfen zurückzukehren.

Ab 2019 hat Volkswagen die Anzahl der physischen Tasten bei Golf, ID.3 und anderen Modellen der achten Generation deutlich reduziert und stattdessen auf berührungsempfindliche Lenkradtasten und nicht hinterleuchtete Schieberegler für die Klimaanlage gesetzt. Diese sind nachts umständlich zu bedienen und können leicht versehentlich berührt werden. Sie standen schon lange in der Kritik der Nutzer, weshalb Volkswagen die Slider später mit einer Hintergrundbeleuchtung ausstattete.

Was den Grund für die Entstehung dieses Designs angeht, gab Benedetto Vigna, CEO von Ferrari, kürzlich zu, dass die Herstellungskosten von Touch-Tasten 50 % niedriger seien als bei herkömmlichen Tasten.

Volkswagen-Führungskräfte fügten außerdem hinzu, dass das damalige Designkonzept darin bestand, „den Interaktionsstil und die Nutzungslogik des iPhones nachzuahmen“.

Wie der Leiter der technologischen Forschung und Entwicklung von Volkswagen andeutet, liegt die Schlussfolgerung darin, dass die Beurteilung der Verbraucherpräferenzen durch den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess voreingenommen war.

Der kommende ID. Polo hat die Führung bei der Rückkehr zum klassischen Layout übernommen, indem er physische zentrale Steuerknöpfe und -knöpfe sowie traditionelle Lenkradtasten verwendet und die vier unabhängigen physischen Hebeknöpfe für die Fenster an den Türen wiederhergestellt hat.

Zukünftig werden auch die Mitte 2026 überarbeiteten Modelle ID.3 und ID.4 durch herkömmliche physische Lenkradtasten ersetzt und der Touch-Slider wird in der nächsten Modellgeneration vollständig entfallen.