In einem exklusiven Interview mit Bloomberg sprach Totoki Hiroki, CEO von Sony, über die Transformation des Unternehmens vom Unterhaltungselektronikgeschäft zum Unterhaltungsgeschäft. Der japanische Riese, einst weltberühmt für bahnbrechende Produkte wie Fernseher und CD-Player, vollzog kürzlich einen historischen Schritt, indem er sein BRAVIA-TV-Geschäft ausgliederte und ein neues Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller TCL gründete.

Totoki Hiroki, CEO von Sony, sagte, das Unternehmen sei zu einer Geschäftstransformation gezwungen

Das Unternehmen bleibt vorerst ein zentraler Akteur auf dem Digitalkameramarkt, doch Filme, Musik und natürlich Spiele dominieren zunehmend das Gesamtgeschäft.

Tatsächlich bestätigte Toki Hiroki in diesem Interview, dass das Unterhaltungsgeschäft inzwischen mehr als 60 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmacht.

Er enthüllte, dass Sony „zu einer Transformation gezwungen“ sei:

„Es ist schwierig, Produkte im Bereich der Unterhaltungselektronik zu differenzieren. Dieses Marktumfeld hat neue Marktteilnehmer in die Branche gelockt, zuerst koreanische Unternehmen und dann chinesische Unternehmen. Wie wir alle wissen, hat China einen riesigen lokalen Markt, und diese Unternehmen sind auf die Unterstützung des lokalen Marktes angewiesen, um Produkte zu exportieren. Der Markt für Unterhaltungselektronik erfordert große Größenvorteile, und der Wettbewerb wird letztendlich durch Verkaufsvolumen und Preise sinken. Leider ist es für Sony schwierig, eine solche Verkaufsskala aufrechtzuerhalten.“

Totoki Hiroki erklärte weiter, dass PlayStation bisher Sonys wichtigstes Asset sei und es daher von entscheidender Bedeutung sei, die Position als beste Gaming-Plattform beizubehalten.

Als Totoki Hiroki in einem exklusiven Interview mit Bloomberg über das Spielegeschäft sprach, sagte er:

- Über 60 % des Umsatzes von Sony stammen aus dem Unterhaltungsgeschäft

- Das größte Segment ist das Gaming-Geschäft

- Sie wollen, dass PlayStation:

„Die beste Gaming-Plattform aus Nutzersicht“

„Die beste Spiele-Publishing-Plattform“

Er erklärte:

„Wir waren schon immer davon überzeugt, dass PlayStation nicht nur aus Benutzersicht die beste Spieleplattform, sondern auch die beste Vertriebsplattform sein muss. Wir pflegen gute Kooperationsbeziehungen mit Drittanbieter-Spieleherausgebern und haben natürlich auch eine Reihe erstklassiger Erstanbieter-Studios unter unserem Dach.“

Der Geschäftsführer ging nicht näher darauf ein, wie Sony diese Position behaupten will, aber es ist beruhigend zu wissen, dass dies schon immer das Ziel war.

Einige Leute befürchten, dass Sony jetzt, da Xbox kein Konkurrent mehr ist, sich entspannen und langsamer werden könnte, das Unternehmen jedoch immer noch einer starken Konkurrenz durch Nintendo und Valve sowie den Auswirkungen anderer Unterhaltungsformen wie Streaming-Medien ausgesetzt ist.

In Bezug auf die Unterhaltungsindustrie wies Toki Hiroki darauf hin, dass Plattformen wie Netflix und Crunchyroll, eine Tochtergesellschaft von Sony, die Popularität von Animationen auf globaler Ebene gefördert haben. Er glaubt mittlerweile, dass Animation zu einer Mainstream-Inhaltsform geworden ist. Da die Beliebtheit von Animes immer weiter zunimmt, hat Sony stark in diesen Bereich investiert.

Obwohl Sony stark auf das Unterhaltungsgeschäft fokussiert ist, verriet der CEO, dass er selbst kein Gamer sei, dafür aber Musik und TV-Serien liebe. Er ist besonders angetan von der britischen Rockband Oasis und besuchte letztes Jahr sogar deren Auftritt im Tokyo Dome.