Der südkoreanische Hacker Gezine (Benutzername) hat einen Blockbuster in der Gaming-Branche abgeliefert: Nach anderthalb Jahren sorgfältiger Recherche gelang es ihm, das Abwehrsystem der PS5 erfolgreich zu durchbrechen, indem er eine Schwachstelle ausnutzte, die selbst Sony nicht bekannt war. Was ihn jedoch erwartete, war kein Siegesjubel und breite Anerkennung, sondern eine Flut von Kritik, weil er sich weigerte, Einzelheiten zu den Crack-Werkzeugen oder -Methoden preiszugeben.

Laut Gezine selbst liegt der Schlüssel zum Erfolg in einem Fehler im Blu-ray-Disc-Verarbeitungsmechanismus. Auf den veröffentlichten Screenshots ist der Code BD-JB4-1350 deutlich zu erkennen, der direkt darauf hinweist, dass es sich bei dem optischen Laufwerk um einen Einbruchsverstoß handelt. Im schlimmsten Albtraum von Sony nutzte der Hacker den unveränderlichen BootROM-Schlüssel der Konsole aus. Dies bedeutet, dass es sich um eine Sicherheitslücke auf „Hardwareebene“ handelt: Sie existiert in jeder bisher produzierten Version der PS5 und kann nicht durch ein Software-Update behoben werden.
Gezine betonte, dass Informationen über den BootROM-Schlüssel erst etwa 2026 öffentlich zugänglich seien, was ihm dabei half, diesen „blinden Fleck“ im Verteidigungssystem abzuleiten. Trotzdem behauptet er, er habe nicht vor, vorgefertigte Jailbreak-Tools online zu veröffentlichen.

Die Behauptung löste in der Enthusiastengemeinschaft Empörung aus. Viele Nutzer beleidigten Gezine öffentlich, warfen ihm vor, er strebe lediglich nach Aufmerksamkeit und Popularität und verlangten von ihm, seine Erkenntnisse zu teilen. Experten warnen jedoch davor, dass die PS5 erst seit weniger als sechs Jahren auf dem Markt ist und dieser Vorfall ein äußerst seltener Fall ist, in dem eine Konsole der aktuellen Generation geknackt wird. Zum Vergleich: Die 13 Jahre alte Xbox One wurde erst kürzlich komplett kompromittiert. Die Sicherheitslücke bleibt vorerst ein Geheimnis, das nur in den Händen einer einzigen Person existiert, und Sony hat noch etwas Zeit, sich auf einen möglichen Krach-Rausch in der Zukunft vorzubereiten. Dies setzt natürlich voraus, dass Gezines Methode nicht von anderen wiederentdeckt wird.