Nachdem der Browser von Microsoft jahrelang als Internet Explorer belächelt wurde, wurde er in Technologiekreisen einst zum Gegenstand des Spotts. Jetzt versucht Microsoft Edge, das auf der Chromium-Architektur basiert, das alte Image loszuwerden und beginnt, für sich selbst das „Recht auf Angeberei“ zu kämpfen, das es verdient. Nach Jahren der zugrunde liegenden Leistungsoptimierung hat Microsoft kürzlich in den sozialen Medien die seltene und öffentlichkeitswirksame Behauptung aufgestellt, dass Edge der „verdammt beste Browser“ sei, der auf Apple Mac-Computern läuft.

Der Vorfall entstand aus einer routinemäßigen Verspottung von Edge auf sozialen Plattformen. Angetrieben von der Atmosphäre der öffentlichen Meinung postete der offizielle Microsoft Edge-Account anschließend direkt und nannte Edge den „besten Browser“, der auf dem Mac läuft. Der Ton war offensichtlich öffentlicher als die normalerweise vorsichtige PR-Rhetorik von Microsoft.
Dem Nutzer-Feedback zufolge besteht der am häufigsten genannte Vorteil darin, dass der Speicherbedarf von Edge relativ „gering“ ist, was in scharfem Kontrast zu Chrome steht, das oft als Ressourcen-„Vampir“ kritisiert wird. Gleichzeitig sind das reibungslose Surferlebnis und die Praktikabilität des integrierten PDF-Readers für viele Benutzer zu wichtigen Gründen für die Installation von Edge auf dem Mac geworden.
Dieses „Angeben“ ist nicht unbegründet. Frühere Tests haben gezeigt, dass eine Prototypversion des Edge-Browsers in mehreren Benchmark-Tests Apples eigenen Safari schlug. Im Speedometer 3.1-Test, der als repräsentativer für das reale Surferlebnis gilt, verbesserte sich der Prototyp Edge im Vergleich zu Safari um ganze 28,6 % und blieb in allen folgenden Vergleichsprojekten vorne.
Vor dem Hintergrund, dass Apple vorgeworfen wird, den Browser-Wettbewerb auf iOS durch die WebKit-Engine einzuschränken, werden die Leistungsdaten von Edge auch als direkte Herausforderung für Safaris Vorteil interpretiert. Für Microsoft wird die Etablierung des Leistungsrufs von Edge auf der Mac-Plattform nicht nur dazu beitragen, das negative Image der „IE-Ära“ loszuwerden, sondern auch Teil des Kampfes um eine größere Stimme auf dem Multiplattform-Browsermarkt zu sein.