Das Seoul Central District Court teilte am 22. April mit, dass ein Forscher, der einst bei Samsung Electronics arbeitete, zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er Halbleitertechnologie an ein chinesisches Unternehmen weitergegeben hatte. Das Gericht befand, dass der Angeklagte, der nur mit seinem Nachnamen veröffentlicht wurde, gegen das Technikschutzgesetz verstoßen habe. Die von ihm preisgegebenen Daten wurden als „nationale Kerntechnologie“ definiert und er verschwor sich mit anderen, um Geheimnisse preiszugeben.

Der 56-jährige ehemalige Forscher war einer von zehn Verdächtigen, die letztes Jahr von südkoreanischen Staatsanwälten angeklagt wurden, weil er angeblich Herstellungsprozesse von Speicherchips an den chinesischen Speicherchiphersteller Changxin Memory Technology Co., Ltd. (CXMT) weitergegeben hatte. Zuständige südkoreanische Behörden sagten damals, dass der Fall China geholfen habe, „den Weg zu ebnen“ bei der Entwicklung von High-Bandwidth-Memory (HBM), einer der wichtigen Schlüsselkomponenten der künstlichen Intelligenz. Samsung Electronics lehnte eine Stellungnahme ab, während Changxin Memory noch nicht auf eine Bitte um Stellungnahme geantwortet hat.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, dass der Forscher nach seinem Ausscheiden aus Samsung Electronics mit einem ehemaligen Samsung-Manager zu Changxin Memory kam und dem Unternehmen dabei die DRAM-Prozesstechnologie von Samsung zur Verfügung stellte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur unter Berufung auf Quellen der Staatsanwaltschaft erhielt der Angeklagte in sechs Jahren von Changxin Storage insgesamt rund 2,9 Milliarden Won (ca. 1,96 Millionen US-Dollar). Die Staatsanwaltschaft des Zentralbezirks Seoul war auf Anfrage von Reuters nicht sofort für eine Stellungnahme erreichbar.

Changxin Storage gab letztes Jahr bekannt, dass es plant, durch einen Börsengang 29,5 Milliarden Yuan (etwa 4,33 Milliarden US-Dollar) durch die Ausgabe von 10,6 Milliarden Aktien in Shanghai aufzubringen. Das Unternehmen sagte, dass der Erlös aus der Mittelbeschaffung zur Modernisierung seiner Produktionslinien und zugehörigen Technologien verwendet werden soll, um die DRAM-Produktionskapazität zu erweitern und die Prozessniveaus zu verbessern. Der Bericht zitierte auch den Wechselkurs des Tages und wies darauf hin, dass 1 US-Dollar etwa 6,8204 Yuan oder etwa 1.477,45 koreanischen Won entsprach.