GameStops 56-Milliarden-Dollar-Vorschlag zur Übernahme von eBay rückt in den Fokus der sozialen Medien, wobei die Anleger sowohl begeistert als auch voller Zweifel an dieser möglichen „She Tun Xiang“-Fusion sind.

Ryan Cohen, CEO von GameStop, schlug vor, den E-Commerce-Riesen eBay für 125 US-Dollar pro Aktie in bar und in Aktien zu übernehmen, was einem Aufschlag von etwa 20 % auf den letzten Schlusskurs entspricht. Dieser mutige Schritt zielt darauf ab, das physische Einzelhandelsnetzwerk von GameStop mit der Online-Plattform von eBay zu kombinieren, um gemeinsam die Dominanz von Amazon herauszufordern.

Der Markt steht dieser Akquisition im Stil von „She Tun Xiang“ jedoch grundsätzlich skeptisch gegenüber. Investoren haben starke Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit von GameStop geäußert, Gelder zu beschaffen. Der aktuelle Marktwert von GameStop beträgt weniger als 12 Milliarden US-Dollar, nur etwa ein Viertel von eBay. Obwohl Cohen behauptet, von TD Securities eine Fremdfinanzierungszusage in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar erhalten zu haben, deckt diese bei weitem nicht den Gesamtkaufpreis von 56 Milliarden US-Dollar. Die verbleibende große Finanzierungslücke soll voraussichtlich durch die Ausgabe einer großen Anzahl neuer Aktien geschlossen werden, was zu einer starken Verwässerung des bestehenden Eigenkapitals führen wird.

Zu den pessimistischen Stimmen gehört der bekannte Investor Michael Burry. Er verkaufte alle GameStop-Aktien und nannte die Handelsstrategie „mittelmäßiger nicht“.

Derzeit liegt der Aktienkurs von eBay deutlich unter dem Übernahmepreis von 125 US-Dollar und sein Marktwert ist geringer als der der Muttergesellschaft von Snapchat, was die großen Zweifel des Marktes daran widerspiegelt, ob der Deal abgeschlossen werden kann.

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