Microsoft hat in letzter Zeit großen Wert auf die Qualitätsleistung von Windows 11 gelegt. Nachdem Windows Insider-Chef Marcus Ash einen genau beobachteten „Fortschrittsbericht“ veröffentlicht hatte, in dem er behauptete, dass es seine früheren Verpflichtungen zu Leistungs- und Zuverlässigkeitsverbesserungen erfüllt habe, sagte Microsoft, es habe eine große Anzahl von Leistungskorrekturen und Stabilitätsoptimierungen für die Bedürfnisse fortgeschrittener Benutzer auf das System übertragen.

Als jedoch Microsoft Windows Shell-Leiterin Tali Roth einen Beitrag auf Viele Benutzer stehen der aktuellen Verbesserung der Startgeschwindigkeit skeptisch gegenüber und glauben, dass das „Vorladen“ des Datei-Explorers durch Microsoft zur Beschleunigung des Startvorgangs nur eine Notlösung zur Verschwendung von Systemressourcen ist und nicht den zugrunde liegenden Code dieser alten Anwendung von Grund auf optimiert.

In der kontinuierlichen Diskussion ging Roth selten öffentlich auf die mehrstufigen Transformationsideen von Microsoft für dieses „langfristige Problem“ ein. Sie gab zu, dass viele Benutzer offensichtlich das Gefühl haben werden, dass der Datei-Explorer langsamer ist als die Windows 10-Ära, wenn sie Windows 11 verwenden. Dies liegt vor allem daran, dass Microsoft moderne UI-Frameworks wie XAML und WinUI 3 über das alte Win32 gelegt hat, was zu einem zusätzlichen Leistungsaufwand durch die Hybridarchitektur führt.

Um das Problem des langsamen Starts zu lindern, hat Microsoft zuvor in Windows 11 den „Hintergrund-Vorlademechanismus“ eingeführt: Das System speichert die Ressourcenmanager-bezogenen Komponenten vorab im Speicher, bevor der Benutzer klickt. Theoretisch kann damit ein nahezu „zweiter Start“-Erlebnis erreicht werden. Tatsächliche Messungen zeigen jedoch, dass dieser Mechanismus etwa 35 MB zusätzlichen Speicher belegen wird. Bei modernen PCs ist dieser Wert zwar nicht hoch, aber was die Nutzer wirklich unzufrieden macht, ist, dass das Vorladen nur den ersten Start verbessert. Nach dem Aufrufen der Anwendung erscheinen die Ordnernavigation, das Rendern von Miniaturansichten, das Popup-Menü mit der rechten Maustaste und andere Vorgänge immer noch schwerfällig und schleppend.

Aus diesem Grund entscheiden sich einige fortgeschrittene Benutzer dafür, auf Tools von Drittanbietern wie File Pilot zurückzugreifen. Tests zufolge kann diese Art von alternativem Dateimanager einen sofortigen Start und eine reibungslose Navigation ermöglichen, ohne auf aggressives Hintergrund-Caching angewiesen zu sein. Dies beweist, dass es durchaus möglich ist, die Leistungsbelastung des aktuellen offiziellen Ressourcenmanagers von Windows 11 durch eine effizientere Implementierung zu umgehen.

Auf die Frage gestellt, dass „Preloading nur grober Opportunismus“ sei, antwortete Tali Roth auf X, dass Microsoft nicht zwischen zwei Wegen wähle. „Wie bei vielen Fragen lautet die Antwort ‚UND‘.“ Sie sagte, dass Microsoft die Startup-Leistung nun aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und mehrere Mittel einsetzt, um sicherzustellen, dass Benutzer in den Bereichen, die sie am häufigsten besuchen, eine ausreichend agile Reaktion erhalten können. Das Vorladen wichtiger Komponenten ist nur ein Teil des Puzzles.

Noch wichtiger ist, dass Roth deutlich betonte, dass gleichzeitig die eigentliche Optimierungsarbeit voranschreitet. Sie listete verschiedene Arten von technischen Verbesserungen auf, die derzeit vom Windows Shell-Team implementiert werden, darunter: Feinoptimierung des Startvorgangs, Verkürzung der Kaltstartzeit durch Anpassung der Ladereihenfolge und Beschleunigung von Aufrufen kritischer Pfade; proaktives Reduzieren „aufgeblähter“ Logik, Entfernen unnötiger Hintergrundarbeit und visueller Animationen sowie Reduzieren der wahrgenommenen Latenz; Implementierung tiefgreifenderer grundlegender Korrekturen, um redundante Festplattenlesevorgänge grundlegend zu reduzieren und die Wahrscheinlichkeit verschiedener festgefahrener Szenarien zu verringern.

Diese Transformationen auf Architekturebene sollen das Problem der „Trägheit in der Anwendung“ lindern, das durch das Vorladen nicht gelöst werden kann. Die Reduzierung unnötiger Festplattenzugriffe wirkt sich beispielsweise direkt auf die Geschwindigkeit aus, mit der die Dateiliste ausgefüllt wird, nachdem der Benutzer auf ein Verzeichnis geklickt hat. Diese Art der Erlebnisverbesserung kann nicht allein durch Vorladen erreicht werden.

Roth sagte, dass diese grundlegenden Optimierungen in den nächsten Monaten schrittweise schrittweise vorangetrieben werden. Derzeit sind bereits einige Ergebnisse aus der neuesten Testversion von Windows Insider zu erkennen: So wurde beispielsweise im Dark Mode das lästige „White Screen Flashing“-Phänomen im Datei-Explorer entfernt und das Navigationserlebnis insgesamt flüssiger. Gleichzeitig werden auch die alten „Eigenschaften“-Dialogfelder aus der Windows 95-Ära durch den neuen WinUI 3-Stil und die moderne Benutzeroberfläche ersetzt, die den Dunkelmodus unterstützt. Dies zeigt die Entschlossenheit von Microsoft, die Benutzeroberfläche und das Grundgerüst systematisch zu aktualisieren.

Für die Außenwelt hat Microsoft selten einen höheren Grad an Transparenz bei Leistungsproblemen des Datei-Explorers gewählt. In gewisser Weise ist es ein positives Signal: Das Unternehmen will sich nicht einfach auf „mehrere Speicherpunkte“ verlassen, um die Leistungseinbußen durch hybride Frameworks zu vertuschen. Stattdessen erkennt es die Komplexität des Problems an und versucht, es parallel zum Vorspannen und zum zugrunde liegenden Abnehmen zu lösen. Wenn es Microsoft endlich gelingt, intelligentes Vorladen mit schlankerem, effizienterem Code zu kombinieren, hat der Datei-Explorer von Windows 11 möglicherweise eine Chance, Windows 10 in puncto Benutzerfreundlichkeit wirklich zu übertreffen.