Der seit fast zwei Jahren andauernde Patentverletzungsfall von „Phantom Palu“ ist noch nicht abgeschlossen, und eine erstaunliche Zahl „Rechtsstreitverluste“ in Nintendos jüngstem Finanzbericht hat in der Branche weit verbreitete Spekulationen ausgelöst. Laut Nintendos konsolidiertem Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2026 (Ende März 2026), der am 8. Mai veröffentlicht wurde, verzeichnete das Unternehmen in den letzten 12 Monaten Prozessverluste in Höhe von 6,414 Milliarden Yen (ca. 41 Millionen US-Dollar). Diese Zahl machte mehr als 96 % der gesamten „Sonderverluste“ des Unternehmens im Geschäftsjahr aus, die restlichen rund 1,7 Millionen US-Dollar stammten aus der Veräußerung langfristiger Vermögenswerte (wie Büroausstattung oder Gebäude usw.).

任天堂法务部连续吃瘪 《幻兽帕鲁》案未了 又被黑莓专利索赔4000万美元

Im September 2024 reichten Nintendo und die Pokémon Company gemeinsam eine Klage beim Bezirksgericht Tokio ein und beschuldigten Pocketpair, den Entwickler von „Pokémon Pal“, eine Reihe seiner Patente verletzt zu haben, hauptsächlich im Zusammenhang mit den Reitwechsel- und Kreaturenfangmechanismen im Spiel. Der Kläger verlangte eine Unterlassung der Rechtsverletzung und Schadensersatz. Mit Stand Mai 2026 ist der Fall noch nicht abgeschlossen, und im September 2025 liefern sich Anwälte beider Parteien immer noch einen erbitterten Streit um die Gültigkeit des Patents und die Frage, ob es verletzt ist.

任天堂法务部连续吃瘪 《幻兽帕鲁》案未了 又被黑莓专利索赔4000万美元

Es ist jedoch erwähnenswert, dass sich der Posten „Prozessverluste“ im Finanzbericht in der Regel auf ungünstige Vergleiche, Lizenzvereinbarungsentschädigungen oder gescheiterte Urteile bezieht und nicht auf die regulären Rechtskosten, die dem Unternehmen als Kläger in der Klage entstehen. Daher glauben einige Analysten, dass die 41 Millionen US-Dollar wahrscheinlich nicht hauptsächlich auf Nintendos Initiative zurückzuführen sind, „Phantom Parlu“ zu verklagen, sondern auf andere Gründe.

任天堂法务部连续吃瘪 《幻兽帕鲁》案未了 又被黑莓专利索赔4000万美元

Die Branche geht allgemein davon aus, dass dieser enorme Rechtsstreit eher auf einen Patentstreit zwischen Nintendo und Malikie Innovations and Key Patent Innovations zurückzuführen ist. Die Klage wurde im September 2024 eingereicht und wirft der Nintendo Switch-Geräteserie vor, relevante Patente zu verletzen, die ursprünglich BlackBerry gehörten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schien der Fall vertraulich geklärt worden zu sein und das entsprechende Patentprüfungsverfahren wurde daraufhin eingestellt.

In diesem Fall befindet sich Nintendo in der Lage des Beklagten und die Bedingungen des Vergleichs wurden nicht veröffentlicht. Unabhängig vom Zeitpunkt oder der Art des Falles entspricht dieser BlackBerry-Patentvergleichsfall eher der Richtung der „Prozessverluste“ im Finanzbericht als der laufende „Phantom Parlu“-Fall.

任天堂法务部连续吃瘪 《幻兽帕鲁》案未了 又被黑莓专利索赔4000万美元

Um auf den hochkarätigen „Phantom Parlu“-Fall zurückzukommen, verfolgte Pocketpair eine doppelte Verteidigungsstrategie: Einerseits behauptete es, es habe keine Verletzung begangen, und andererseits stellte es die Gültigkeit des von Nintendo gehaltenen Patents in Frage. Verliert Nintendo den Rechtsstreit, besteht die Gefahr, dass die betreffenden Patente für ungültig erklärt oder der Schutzumfang eingeschränkt werden.

任天堂法务部连续吃瘪 《幻兽帕鲁》案未了 又被黑莓专利索赔4000万美元

Stand Mai 2026 ist noch unklar, ob der Fall irgendwann in Richtung einer Einigung oder eines Gerichtsverfahrens übergehen wird. Nintendo hat die konkrete Zusammensetzung der Prozessverluste in seinem Finanzbericht nicht näher erläutert, und die Außenwelt kann die Wahrheit nur aus begrenzten Informationen zusammensetzen.