Koreanischen Medienberichten zufolge versucht der chinesische Panel-Hersteller BOE, in die High-End-Flaggschiff-Lieferkette von Samsung einzudringen, in der Hoffnung, Displays für die kommende Galaxy S27-Serie bereitzustellen. Man geht davon aus, dass BOEs Schritt von seinem Kollegen CSOT inspiriert wurde: Letzterer hat einige Bildschirmaufträge für Samsungs Mittelklassemodell Galaxy A57 gewonnen und ist damit nach Samsung Display zum zweitgrößten Anbieter des Telefons aufgestiegen.

Derzeit ist Samsung Display immer noch der Hauptbildschirmlieferant für das Galaxy A57, aber was die Auslieferungen angeht, ist CSOT von TCL zum zweiten Lieferanten geworden. Vor diesem Hintergrund gibt es Berichte, dass Samsung Electronics erwägt, BOE als zweiten Bildschirmlieferanten neben Samsung Display im Galaxy S27-Projekt einzuführen, die entsprechende Entscheidung ist jedoch noch nicht endgültig.
Wenn BOE erfolgreich in das Liefersystem des Galaxy S27 einsteigt, wird es Samsung Electronics helfen, die Kosten im Bildschirmbeschaffungsprozess zu senken und so das eingesparte Budget in Schlüsselkomponenten wie teurere Speicherchips zu investieren. Der Bericht wies auch darauf hin, dass die Einführung von BOE zur Beteiligung an der Lieferung von High-End-Modellen aus Sicht von Interessenüberlegungen auf der gesamten Samsung-Gruppenebene die Verhandlungsmacht von Samsung Display in den Verhandlungen mit Apple schwächen könnte, sodass dieser Plan intern immer noch umstritten ist.
Dennoch haben chinesische Panel-Hersteller immer noch einen klaren Preisvorteil gegenüber Samsung Display, was besonders wichtig ist, da sich die Schwankungen der Speicherpreise in den letzten Jahren verstärkt haben. Das Gleichgewicht zwischen Kostendruck und interner Konkurrenz innerhalb des Konzerns wird weiterhin einen tiefgreifenden Einfluss darauf haben, ob Samsung Electronics offiziell BOE-Bildschirme im Galaxy S27 verwenden wird. Die endgültige Richtung bleibt abzuwarten.