Die neuesten Daten des Marktforschungsunternehmens Counterpoint zeigen, dass die gesamten Smartphone-Verkäufe in den USA im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 5,7 % zurückgingen. Apple widersetzte sich jedoch dem Trend und wuchs in diesem Zeitraum und baute seinen Anteil am US-Markt aufgrund der starken Nachfrage nach der iPhone 17-Serie weiter aus. Im gleichen Zeitraum gingen die Verkäufe von Android-Smartphones im Jahresvergleich stark um 14,4 % zurück, und die Plattformlandschaft tendierte weiter zu Apple.


In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die iPhone-Verkäufe in den USA im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % gestiegen sind, was vor dem Hintergrund des allgemeinen Marktrückgangs besonders deutlich war. Unter den drei großen Betreibern AT&T, T-Mobile und Verizon hat Apple Marktanteilsgewinne erzielt, wobei Verizon am auffälligsten abschneidet. Der Anteil von Apple an seinen Smartphone-Verkäufen hat 77 % erreicht.

Ein Teil dieses Wachstums setzt die Auswirkungen der Angebotsengpässe aus der Weihnachtsgeschäftssaison 2025 fort: Aufgrund des knappen Angebots im Vorquartal verzögerte sich ein Teil der Nachfrage bis Anfang 2026, was den Verkaufszyklus der gesamten iPhone-Produktlinie verlängerte. Counterpoint erwähnte außerdem ausdrücklich, dass die Marktleistung des Basis-iPhone 17 im ersten Quartal 2026 besser als erwartet ausgefallen sei und sich zu einem der Schlüsselmodelle zur Umsatzsteigerung entwickelt habe.

Aus Sicht der Plattformverteilung tendiert der US-Smartphone-Markt weiter in Richtung iOS: Im ersten Quartal 2025 entfielen 72 % des Umsatzes auf Apple und 28 % auf Android; Bis zum ersten Quartal 2026 betrugen die beiden 75 % und 25 %. Dies bedeutet, dass Apple trotz eines schrumpfenden Gesamtmarkts mehr hochwertige Nutzer mit einem höheren Marktanteil an sich binden konnte.

Indem Samsung die Veröffentlichung des Galaxy S26 auf Mitte März verschob, verpasste es einen Teil des Austauschfensters zu Beginn des Quartals und verschaffte Apple mehr Platz im High-End-Markt. Derzeit ist der High-End-Smartphone-Markt in den USA noch stark auf einige wenige Marken wie Apple, Samsung, Google und Motorola konzentriert. Der Veröffentlichungszeitpunkt von Flaggschiffmodellen hat einen erheblichen Einfluss auf das Verkaufstempo.

Counterpoint ist davon überzeugt, dass die Betreiberkanäle für Apple immer noch einen großen Vorteil auf dem US-Markt darstellen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Anteil von Apple an Verizon deutlich auf 77 %, was zeigt, dass das Unternehmen ein starkes Kooperationsmodell mit Betreibern in Bezug auf Vertragsmaschinen, Ratenzahlungen und Paketbündelung aufgebaut hat.

Hinsichtlich der Preis- und Produktstrategie hat Apple seine Wettbewerbsfähigkeit durch relativ stabile Preise gefestigt. Am Beispiel des iPhone 17e hat Apple die Einstiegsspeicherkapazität auf 256 GB erhöht und dabei den Preis relativ stabil gehalten. Vor dem Hintergrund allgemein steigender Speicher- und Speicherkosten waren andere Marken gezwungen, die Preise zu erhöhen, um ihre Gewinnmargen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig beeinflussen Betreibersubventionen, Ratenzahlungspläne und die Zähigkeit rund um das iOS-Ökosystem zusammen mit reinen Hardwareparametern die endgültigen Kaufentscheidungen der Benutzer.

Bei Modellen, die über 600 US-Dollar kosten und über Postpaid-Kanäle in den USA verkauft werden, hat Apple seine Werbe- und Bekanntheitsposition weiter gestärkt, Samsung insgesamt übertroffen und einen Vorteil im Smartphone-Werbeindex von Counterpoint erzielt. Obwohl diese Strategie die Hardware-Gewinnmargen bei bestimmten segmentierten Modellen schmälern kann, trägt sie dazu bei, die Zahl der iOS-Benutzer langfristig aufrechtzuerhalten und so das kontinuierliche Wachstum des Abonnement- und Servicegeschäfts zu fördern. Counterpoint wies darauf hin, dass es angesichts weiter steigender Komponentenkosten für kleine und mittlere Android-Marken schwierig sein wird, mit Apple in Bezug auf Preisstabilität, Betreiberunterstützung und Marketingumfang zu konkurrieren.

Im Gegensatz zur strukturellen Stabilität des High-End-Marktes schwächten sich die US-amerikanischen Prepaid- und günstigeren Smartphone-Märkte im ersten Quartal 2026 weiter ab. Höhere Ölpreise und der Druck zur Schuldenrückzahlung haben die durch die Steuerrückerstattungssaison eingebrachten zusätzlichen Einnahmen teilweise ausgeglichen, wodurch die Budgets einkommensschwacher Nutzer für Telefonkäufe und -ersatz noch knapper werden. Besonders ausgeprägt ist der Umsatzrückgang im Preissegment unter 100 US-Dollar, wo steigende Speicherkosten und sinkende Gewinnmargen kleine und mittlere Marken enorm unter Druck setzen.

In diesem Marktsegment haben Samsung und Motorola ihren Anteil durch Prepaid-Kanäle wie Cricket und Metro weiter ausgebaut. Im Gegenteil, Marken wie TCL, HMD, Maxwest, Orbic und Blu mussten Marktanteilsverluste, verlängerte Produktaktualisierungszyklen und unzureichende Marketinginvestitionen verzeichnen, was den Trend zeigt, dass „die Schwachen immer schwach sein werden“. Counterpoint geht davon aus, dass sich der US-amerikanische Smartphone-Markt zunehmend konzentriert: Der High-End-Markt wird fest von Apple dominiert, während im Niedrigpreis- und Prepaid-Bereich Samsung und Motorola nach und nach den von kleinen und mittleren Marken frei gewordenen Platz einnehmen.