Microsoft plant, seinen Abonnementdienst Xbox Game Pass auf den chinesischen Markt auszuweiten. In der neuesten Version der Xbox-PC-App, die diese Woche veröffentlicht wurde, fanden Entwickler eine Codenamenbeschreibung mit dem Namen „Projekt Saluki (Saluki-Plan)“, deren Beschreibung direkt auf „die Ausbeutung des chinesischen Marktes für Game Pass, Punkteprämien und Abonnementstufen“ hinweist.


Obwohl Microsoft derzeit über Activision Blizzard eine Reihe von Spielen in China anbietet, hat das Unternehmen den Xbox Game Pass-Dienst noch nicht offiziell eingeführt. Microsoft brachte Xbox One bereits 2014 in China auf den Markt und war damit die erste Heimkonsolenmarke, die offiziell nach China kam, nachdem China sein 14-jähriges Verbot von Spielekonsolen beendet hatte. Da in China verkaufte Spiele jedoch einzeln die behördliche Genehmigung durchlaufen müssen, ist der Spielekatalog der Xbox Mall in China weitaus kleiner als in anderen Regionen. Dies wird auch als wichtiger Grund dafür angesehen, dass der Game Pass in China nur schwer eingeführt werden konnte.

Den dieses Mal offengelegten Informationen nach zu urteilen, bedeutet „Project Saluki“ wahrscheinlich, dass Microsoft einen optimierten Abonnementplan für chinesische Spieler entwickelt, der eine kleinere, aber stärker lokalisierte Spielepalette in einer streng zensierten Umgebung bereitstellt. Es wird spekuliert, dass dieser Plan den Spielinhalt, den Belohnungsmechanismus und die Preisniveaus lokalisieren könnte, während das Kernabonnementmodell von Game Pass beibehalten wird. In diesem Zusammenhang haben die Medien Microsoft um einen Kommentar zum „Saluki-Plan“ gebeten, Microsoft hat jedoch noch nicht öffentlich reagiert.

Zusätzlich zum Abonnementdienst tauchte im Xbox-PC-Anwendungscode ein weiteres Element namens „Positron“ auf, das kurz als „Disc2Digital-Unterstützung“ beschrieben wurde. Der wörtlichen Bedeutung nach zu urteilen, ermöglicht diese Funktion Benutzern möglicherweise, physische Disc-Spiele in Lizenzen für digitale Versionen einzutauschen, was wiederum eine Idee hervorruft, die Microsoft bei der ursprünglichen Xbox One vorgeschlagen, aber nicht verwirklicht hat. Damals hatte Microsoft geplant, Spielern eine digitale Lösung für CD-ROM-Spiele zur Verfügung zu stellen, musste dies jedoch letztendlich aufgrund des starken Widerstands von Spieleherstellern und Offline-Einzelhandelskanälen zurückstellen.

Einige Leute glauben, dass „Positron“ möglicherweise mit Microsofts Xbox-Konsole der nächsten Generation „Project Helix“ zusammenhängt und den technischen Weg für die Migration digitaler Inhalte und die Asset-Integration für die neue Plattform vorgibt. Branchenanalysten gehen davon aus, dass durch die Implementierung des Disc-to-Digital-Mechanismus das Problem der digitalen Migration bestehender physischer Spielressourcen der Benutzer voraussichtlich teilweise gemildert wird und dass dies auch das gesamte Xbox-Ökosystem zu einem weiteren Übergang zur rein digitalen Verbreitung befördern könnte. Einen konkreteren Zeitplan und Umsetzungsdetails für die Pläne „Positron“ und „Helix“ nennt Microsoft allerdings noch nicht.