Apple hat gestern offiziell das Systemupdate iOS 26.5 veröffentlicht und damit eine neue Funktion namens „Suggested Places“ in der Kartenanwendung eingeführt, die als Vorstufe für die Werbung im Kartendienst von Apple in der Zukunft gilt. Frühere Meldungen lösten bei der Außenwelt Missverständnisse aus, da man glaubte, innerhalb der App sei Werbung geschaltet worden. Nach der aktuellen Situation zu urteilen, hat Apple Maps jedoch immer noch keine Werbeinhalte angezeigt.

Apple begann bereits in der Testphase von iOS 26.2 damit, „den Grundstein für Kartenanzeigen zu legen“, einschließlich der Hinzufügung relevanten Codes zum System und dem Testen der Eingabeaufforderungsseite beim Start. Während des gesamten Testzyklus und nach der offiziellen Veröffentlichung von iOS 26.5 wurden jedoch tatsächlich keine Anzeigen geschaltet. Im März dieses Jahres gab Apple offiziell bekannt, dass es in diesem Sommer Werbedienste für seine Karten-App in den USA und Kanada einführen werde.

Nach Angaben von Apple wurde das Startzeitfenster für Kartenanzeigen damals auf „diesen Sommer“ festgelegt. Aus astronomischer saisonaler Sicht beginnt der Sommer auf der Nordhalbkugel am 21. Juni und endet am 22. September; meteorologisch gesehen dauert der Sommer vom 1. Juni bis Ende August. Das bedeutet, dass Apple plant, die Maps Ads-Funktion irgendwann zwischen dem 1. Juni und dem 22. September Nutzern in den USA und Kanada zugänglich zu machen, wobei das konkrete Datum von Apples tatsächlicher Definition von „Sommer“ abhängt.

Den offengelegten Informationen zufolge werden Anzeigen in Karten künftig in zwei Formen erscheinen: Eine wird in die Suchergebnisliste eingebettet, die andere befindet sich im Abschnitt „Empfohlene Orte“, der in iOS 26.5 hinzugefügt wurde. In diesem Abschnitt werden Standortempfehlungen basierend auf beliebten Trends in der Nähe und dem aktuellen Suchverlauf des Nutzers bereitgestellt. Zukünftige Anzeigen werden neben diesem Inhalt angezeigt.

Auf iPhone und iPad werden In-Map-Anzeigen mit einer eindeutigen „Anzeige“-Kennzeichnung gekennzeichnet und ähnlich wie Werbeflächen in den Suchergebnissen des App Stores angezeigt. Händler konkurrieren durch Gebote um die Bekanntheit von Schlüsselwörtern oder Suchbegriffen, und der Höchstbietende erhält Anzeigenplatzierungen in verwandten Suchanfragen.

In Bezug auf den Datenschutz gab Apple an, dass die Standortinformationen, die zur Anzeige und Interaktion mit Anzeigen in der Kartenanwendung verwendet werden, nicht mit dem Apple-Konto des Benutzers verknüpft werden und zugehörige Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Allerdings können Nutzer in der Funktion „Empfohlene Orte“ derzeit nicht wählen, standortbezogene oder personalisierte Anzeigenempfehlungen zu deaktivieren, was auch bedeutet, dass nach dem offiziellen Start der Anzeigen der entsprechende Push standardmäßig wirksam wird.