Die US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde (OSHA) untersucht den Tod eines Arbeiters am Startplatz Starbase von SpaceX in Südtexas. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 15. Mai Ortszeit und verstärkte die Besorgnis der Außenwelt um die Sicherheit dieser wichtigen Startbasis weiter.

Laut US-Medien unter Berufung auf OSHA und örtliche Beamte starb ein Arbeiter, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, am 15. Mai gegen 4:17 Uhr auf der Baustelle der Sternenbasis. Später bestätigte der örtliche Bezirkssheriff dem Wall Street Journal, dass ein Arbeiter in der Anlage gestorben sei. Die OSHA bestätigte gegenüber den Medien, dass sie offiziell eine Untersuchung des mutmaßlichen Baustellenunfalls eingeleitet habe.

Derzeit sind die genauen Umstände des Todes des Arbeitnehmers noch nicht klar. Die OSHA sagte, sie werde keine weiteren Einzelheiten bekannt geben, bis die Untersuchung abgeschlossen sei, die mehrere Monate dauern könnte. Die Polizei und Feuerwehr von Brownsville in der Gegend, in der sich die Sternenbasis befindet, haben noch nicht auf den Vorfall reagiert. Weder SpaceX noch die kürzlich registrierte City of Starbase reagierten auf die Bitte der Reporter um einen Kommentar.

Der Tod ereignete sich, als SpaceX sich auf den ersten Start seiner modernisierten Starship-Rakete vorbereitete. Gleichzeitig gibt es Berichte, dass SpaceX plant, diese Woche einen detaillierten Prospekt für den Börsengang des Unternehmens an Investoren zu veröffentlichen. Der Börsengang wird voraussichtlich nächsten Monat offiziell gestartet und gilt als sehr groß angelegter Börsengang, der voraussichtlich einen Rekord aufstellen wird.

Sicherheitsprobleme auf der Baustelle der SpaceX-Sternenbasis werden seit langem in Frage gestellt. Die Basis ist nicht nur für die Erprobung und den Start von Raumschiff-Prototypenraketen zuständig, sondern ist auch eine im Bau befindliche Großbaustelle. Im Jahr 2025 analysierte TechCrunch die öffentlichen Daten der OSHA und stellte fest, dass die Rate der Arbeitsunfälle an der Sternenbasis nicht nur viel höher war als der Durchschnitt der Kollegen in der Luft- und Raumfahrtindustrie, sondern auch die höchste Unfallrate unter allen SpaceX-Arbeitsplätzen aufwies. Anfang 2023 ergab eine Reuters-Untersuchung mehrere zuvor nicht bekannt gegebene Verletzungen am Arbeitsplatz auf dem McGregor-Testgelände von SpaceX in Texas sowie einen Todesfall eines Arbeiters im Jahr 2014.

Regulierungsbehörden haben SpaceX in den letzten Jahren mehrfach Geldstrafen wegen Sicherheitsproblemen bei Satellitenbasen verhängt. Im Januar dieses Jahres stellte die OSHA fest, dass SpaceX sieben „schwerwiegende“ Sicherheitsverstöße begangen hatte, weil es einen Kran an der Sternenbasis nicht ordnungsgemäß inspiziert hatte, was im Juni letzten Jahres zum Zusammenbruch der Ausrüstung führte. Für sechs der Verstöße wurde die Höchststrafe in Höhe von insgesamt 115.850 US-Dollar verhängt. Laut Bundesunterlagen legt SpaceX derzeit Berufung gegen diese Strafen ein.

Zusätzlich zum regulatorischen Druck waren SpaceX und seine Auftragnehmer in den letzten Jahren auch in eine Reihe von Zivilklagen im Zusammenhang mit arbeitsbedingten Verletzungen auf Sternenbasen verwickelt. Im Dezember letzten Jahres verklagte ein Mitarbeiter eines Subunternehmers namens Eduardo Cavazos den Verantwortlichen und behauptete, er sei bei der Arbeit an der Sternbasis von einer großen Metallstütze getroffen worden, die von einem Kran hochgehoben worden war, was zu Brüchen an Hüfte, Knie und Schienbein geführt habe. Die OSHA leitete daraufhin eine „Schnellreaktionsuntersuchung“ zum Kranunfall ein, doch öffentlichen Aufzeichnungen zufolge wurde die Untersuchung ohne disziplinarische Maßnahmen eingestellt.

Laut Cavazos‘ Anwalt wurde die Klage kürzlich zurückgezogen, weil sein Arbeitgeber, ein Subunternehmer, der für einen Teil des Sternenbasisprojekts verantwortlich ist, über eine Arbeiterunfallversicherung verfügt. Nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen sind Arbeitgeber mit einer Arbeitsunfallversicherung vor ähnlichen Klagen geschützt. Die Ergebnisse verdeutlichen auch die rechtlichen und institutionellen Hindernisse, mit denen Arbeitnehmer bei der Geltendmachung der Haftung für Unfälle konfrontiert sind.

Während dieser jüngste tödliche Unfall in den formellen Untersuchungsprozess der OSHA eintritt, wird die Außenwelt weiterhin darauf achten, ob die Aufsichtsbehörden neue Korrekturanforderungen an das Sicherheitsmanagement von SpaceX auf der Sternenbasis stellen oder zusätzliche Geldstrafen verhängen werden. In einem kritischen Moment, in dem SpaceX sein Tempo beim Start von Raumschiffen erhöht und den Einstieg in den Kapitalmarkt durch einen Börsengang anstrebt, wird die Frage, wie ein Gleichgewicht zwischen schneller Expansion und Mitarbeitersicherheit hergestellt werden kann, zu einer wichtigen Testfrage, um seine Fähigkeiten zur nachhaltigen Entwicklung zu testen.