Laut Nikkei Asia erwägen rund 30 führende japanische Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter Chemie, Robotik, Automobil und Elektronik, eine Investition in ein neues KI-Joint Venture im Besitz von SoftBank, das die Entwicklung heimischer KI in Japan fördern soll.


SoftBank-Gründer Masayoshi Son

Etwa 30 Unternehmen, darunter Asahi Kasei, Yaskawa Electric, Fujitsu und große Schwerindustrie- und Transportunternehmen, erwägen eine Investition in das Joint Venture SoftBank AI. Das KI-Joint-Venture wurde im April dieses Jahres von der Mobilsparte der SoftBank Group gegründet. Ziel ist es, „physische KI“ zu trainieren, die Maschinen und Roboter durch die Integration von Fertigungsdaten in Bereichen wie Materialien und Maschinen autonom steuern kann, um mit den führenden Vorteilen der USA und Chinas auf dem Gebiet der KI zu konkurrieren.

Die erste Gruppe von etwa zehn Unternehmen wird voraussichtlich im Juni Entscheidungen treffen. Von den Unternehmen wird erwartet, dass sie jeweils kleine Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe tätigen. Eine zentrale Rolle werden SoftBank, NEC, Honda Motor und Sony Group spielen, die jeweils mehr als 10 % der Anteile halten. Auch die Bank Mitsubishi UFJ, die Sumitomo Mitsui Banking Corporation, die Mizuho Bank, Nippon Steel und Kobe Steel haben kleine Investitionen getätigt.

Das KI-Joint-Venture SoftBank hofft, bis 2027 eines der größten KI-Modelle Japans zu entwickeln, das mit etwa 1 Billion Parametern zu den leistungsstärksten Modellen des Landes zählt. Parameter sind numerische Werte, die vom KI-Modell zur Verarbeitung von Informationen verwendet werden. Bereits 2029 soll das Modell zu einer multimodalen KI weiterentwickelt werden, die verschiedene Arten von Informationen wie Bilder und Audio gleichzeitig verarbeiten kann.

Bis Anfang der 2030er Jahre wird dieses KI-System auch in der Lage sein, reale Informationen wie Gewichts-, Temperatur-, Standort- und Entfernungsdaten zu integrieren und zu verarbeiten. Das Modell steht Investoren und anderen relevanten Parteien offen, um die Entwicklung branchen- und unternehmensspezifischer KI-Modelle zu fördern und den Aufbau einer Service-Infrastruktur zu fördern.