Microsoft hat stillschweigend einen im Windows Learning Center veröffentlichten Blogbeitrag vom April entfernt, in dem behauptet wurde, dass die meisten Windows 11-Benutzer keine Antivirensoftware von Drittanbietern mehr benötigen.Das Windows-Sicherheitscenter (Defender) bietet sofort ausreichenden Schutz.
Der Blog trägt den Titel „Die beste Antivirensoftware des Jahres 2026: Der integrierte Windows-Schutz, den Sie brauchen.“ In dem Artikel heißt es, dass Windows 11 durch Microsoft Defender Antivirus, SmartScreen, Intelligent Application Control, Ransomware-Schutz und Cloud-Schutz einen vollständigen Schutzstapel gebildet hat. „Diese Schutzmaßnahmen decken zusammen gängige Angriffspfade ab, ohne dass zusätzliche Software erforderlich ist.“

Was den Grund für die Löschung angeht, hat Microsoft keine Erklärung abgegeben, aber laut Analyse könnte es folgende Punkte geben.
Erstens ist Sicherheit nie ein Patentrezept, das für alle passt. Für normale Heimanwender, die vertrauenswürdige Websites durchsuchen, ihre Systeme auf dem neuesten Stand halten und verdächtige Downloads vermeiden, liegt Microsoft nicht ganz falsch. Windows-Sicherheit bietet starken Schutz.
Aber Unternehmensumgebungen, Entwickler, Forscher, datenschutzbewusste Benutzer und Hochrisikoziele sind auf mehrere Schutzebenen angewiesen, darunter Sandboxing, Identitätsüberwachung, Endpunktverwaltung, Browserisolation, Netzwerkfilterung und Richtlinien zur Anbietervielfalt.
Darüber hinaus gibt es auch Überlegungen zu ökologischen Interessen.Noch immer installieren viele PC-Hersteller über kommerzielle Kooperationen Antivirensoftware von Drittanbietern wie Norton und McAfee auf Notebooks und Desktops vor.Antiviren-Anbieter sind durch Microsofts eigene Sicherheitsprojekte und Zertifizierungen auch tief in das Windows-Ökosystem eingebettet.
Ein scharf formulierter Artikel, der suggeriert, dass Antivirenprogramme von Drittanbietern unnötig seien, liegt offensichtlich nicht im Interesse von OEMs und Antivirenanbietern.
AV-Comparatives wies auch auf die Risiken eines einzigen Sicherheitsökosystems hin:Wenn jeder Windows-PC dieselben Erkennungs-Engines, Telemetriesysteme, heuristische Logik und Sicherheitsrichtlinien verwenden würde, müssten Angreifer nur ein Ökosystem in großem Umfang durchbrechen.