Auf der diesjährigen Apple Worldwide Developers Conference (WWDC 2026) bestätigte Apple, dass eine neue Generation von Siri AI mit mehr Kontextverständnis offiziell im Jahr 2026 auf dem iPhone landen wird, und zwar gleichzeitig mit iOS 27, ganze zwei Jahre später als ursprünglich versprochen. Diese Version gilt für Apple als wichtiges Update im Bereich der intelligenten Assistenten und markiert den neuen Ausgangspunkt in Richtung „personalisierte KI-Assistenten“.

Der Einführung zufolge wurde das neue Siri nicht nur in Siri AI umbenannt, sondern weist auch offensichtliche Änderungen in seiner Präsentationsform auf: Der zuvor angezeigte visuelle Effekt „Regenbogenrand um den Körper“ wurde aufgegeben und durch einen Liquid Glass-Effekt ersetzt, der aus dem Dynamic Island-Bereich auf der Oberseite des iPhones „herausspringt“, was die Interaktion futuristischer und ganzheitlicher macht. Zusätzlich zu herkömmlichen Sprachbefehlen kann Siri AI jetzt Daten über mehrere Apps hinweg abrufen und integrieren, um intelligentere Antworten auf Benutzerfragen zu geben.
Das größte Highlight dieses Updates ist, dass Apple endlich Siri in den Vordergrund gerückt hat, das „zu kontextbezogenem Verständnis und Verarbeitung natürlicher Sprache fähig“ ist und die natürlichere Konversationsinteraktion mit mehreren Runden ermöglicht, auf die Benutzer lange gewartet haben. Apple sagte, dass Siri AI den Kontext kontinuierlicher Fragen besser verstehen und In-App-Daten kombinieren kann, um Antworten zu geben, die für persönliche Szenarien relevanter sind, und so einem wirklich „personalisierten Assistenten“ einen Schritt näher kommt. Der Inhalt der WWDC-Konferenz wird noch aktualisiert, und Apple fordert Benutzer außerdem auf, die Inhalte zu aktualisieren, um die neuesten Informationen zu erhalten.
Dieser „neue Siri-Plan“ stammt aus dem Jahr 2024. Damals schlug Apple erstmals die Idee einer „persönlicheren neuen Generation von Siri“ vor und erwartete, dass es, selbst wenn es nicht mit der offiziellen Version von iOS 18 mithalten könnte, ein Update im Jahr 2024 vorantreiben würde. Anschließend plante Apple intern, die neue Siri zusammen mit anderen Apple Intelligence-Funktionen im März 2025 offiziell über das iOS 18.4-Update auf den Markt zu bringen. Die damit verbundenen Funktionen erschienen jedoch nicht wie erwartet und es wurden nur einige kleinere Verbesserungen auf Basis von Apple Intelligence implementiert.
Seitdem hat Apple nach und nach erkannt, dass das Projekt schwieriger ist als erwartet, und hat öffentlich zugegeben, dass es beim Siri-KI-Projekt „mehr abgebissen hat, als es kauen konnte“. Im März 2025 kündigte Apple an, dass die Einführung des neuen Siri auf unbestimmte Zeit verschoben werde und keinen klaren Zeitplan mehr gebe. Unmittelbar danach nahm das Unternehmen erhebliche Anpassungen auf Führungs- und Teamebene vor: John Giannandrea, der ursprüngliche Chef von Siri, wurde ersetzt, und Mike Rockwell, der zuvor für Apple Vision Pro verantwortlich war, übernahm das Siri-Geschäft und leitete die interne Neuorganisation der Leitung.
Um die Defizite bei den technischen Fähigkeiten auszugleichen, organisierte Apple im April 2026 außerdem ein mehrwöchiges KI-„Vibecoding“-Schulungslager. Es ist geplant, fast 200 Ingenieure zur Teilnahme zu entsenden, um sich auf die Verbesserung der KI-bezogenen Codierungs- und Produktimplementierungsfähigkeiten zu konzentrieren. Seitdem sind die offiziellen Nachrichten zum neuen Siri deutlich zurückgegangen und lange Zeit konnte die Außenwelt nur durch vereinzelte Enthüllungen über den Fortschritt des Projekts spekulieren.
Die Trendwende kommt im Oktober 2025. Apple-Chef Tim Cook erklärte damals öffentlich, dass die erweiterte Version von Siri „wie geplant“ im Jahr 2026 auf den Markt kommen werde. Der von Cook angegebene Zeitplan liegt jedoch nur „innerhalb des Jahres 2026“, was gleichbedeutend damit ist, dass dem Entwicklungsteam ein breiter Zeitraum von 365 Tagen und kein konkretes Veröffentlichungsdatum vorgegeben wird. Neben mehreren Verzögerungen steht Apple auch auf dem Kapitalmarkt unter Druck: Das Unternehmen wurde von Investoren wegen Verzögerungen bei Funktionen im Zusammenhang mit Siri verklagt und wirften ihm Irreführung bei der Produktplanung und der Offenlegung von KI-Fortschritten vor. Letztendlich wurde die Sammelklage im Dezember 2025 beigelegt, wobei Apple Pay etwa 250 Millionen US-Dollar für die Beilegung des Streits zahlte.
Nach mehreren Verzögerungen, Managementanpassungen und umfangreichen internen Kompetenzumstrukturierungen hat Apple nun noch einmal das Lieferfenster für das neue Siri bis zur WWDC 2026 klargestellt. Für die Außenwelt ist Siri AI nicht nur eine neue Funktion in iOS 27, sondern gilt auch als wichtiger Prüfstein für Apples Fähigkeit, den Ruf von Sprachassistenten neu zu gestalten und den Abstand zu Konkurrenzprodukten im Zeitalter der generativen KI zu verringern.