Laut dem türkischen Technologiereporter Erdi Özüağ plant Intel eine neue Prozessorproduktlinie. Der Prozessor wird einen von NVIDIA bereitgestellten Grafikkern integrieren und wird voraussichtlich bereits 2028 während der CES offiziell vorgestellt. Der Bericht hat die spezifische Positionierung und Spezifikationen dieser Prozessoren noch nicht bekannt gegeben, auch nicht, ob sie für mobile Plattformen oder Desktop-Plattformen bestimmt sind.

Intel hat zuvor leistungsstarke integrierte GPUs von Drittanbietern gekauft. Beispielsweise übernimmt der Core „Kaby Lake-G“ der siebten Generation ein Multi-Chip-Paket und integriert einen 4-Kern-„Kaby Lake“-CPU-Chip und eine AMD Radeon RX Vega M GPU im selben Paket. Allerdings wurde diese Produktlinie damals nur in kleinen Mengen und in begrenzten Stückzahlen ausgeliefert. Diese gemunkelte Zusammenarbeit mit NVIDIA wird als ein weiterer wichtiger Versuch von Intel in seiner integrierten Grafikstrategie angesehen.

Im Rahmen der aktuellen Technologieroute hat Intel das Chiplet-basierte Split-Design vollständig auf Client-Prozessoren übernommen, wobei vollständige Plattformfunktionen durch mehrere kleine Chips (Kacheln) kombiniert werden und TSMC-Prozesse auf einigen SoC-Kacheln verwendet werden. Daher spekuliert die Branche, dass dieser neue Prozessor mit integriertem NVIDIA-Grafikkern wahrscheinlich auf einer abgeleiteten Version von „Panther Lake“ oder „Nova Lake“ basiert und Intels eigene Rechenkachel und maßgeschneiderte SoC-Kachel mit einer unabhängigen GPU-Kachel von NVIDIA kombiniert. Im Gegensatz zu Intels selbstentwickeltem Graphics Tile soll NVIDIAs GPU Tile auch eine Display-Ausgabe-Engine und eine Multimedia-Codec-Beschleunigungseinheit integrieren, um eine hochintegrierte Lösung für die Anzeige- und Videoverarbeitung bereitzustellen.

Neben einer möglichen Zusammenarbeit mit NVIDIA im Bereich integrierter GPUs gab Özüağ auch bekannt, dass Apple derzeit intensive Gespräche mit Intel über seine 18A-Prozesstechnologie führt, um die Machbarkeit der Verwendung von Intel 18A als Foundry-Knoten auf einigen Apple Silicon-Chips zu bewerten. Wenn die entsprechende Zusammenarbeit endlich zustande kommt, bedeutet dies, dass Intel möglicherweise einen sehr wichtigen Flaggschiffkunden in seinem Foundry-Geschäft gewinnen und fortschrittliche Prozesse für externe Kunden öffnen kann.