SpaceX hat den Plan der Europäischen Union, ihre Nutzungsrechte für Satellitenfrequenzen einzuschränken, kritisiert und erklärt, dass dieser Schritt zu einer Verschlechterung der Qualität der Satellitenkommunikation in der Ukraine führen könnte. Starlink-Dienste sind seit der umfassenden Invasion Russlands eine entscheidende Unterstützung für die Kommunikation der Ukraine. Die Medien erhielten ein von SpaceX an EU-Beamte übermitteltes Dokument, in dem es hieß: „Dieser Vorschlag wird höchstwahrscheinlich zwei Konsequenzen haben. Entweder kann der direkte Mobilfunk-Satellitendienst in Europa nicht gestartet werden, oder das neue Satellitennetz in Europa wird globale Signalstörungen verursachen, und auch Dienste wie die ukrainische Notrufkommunikation werden betroffen sein.“

Derzeit wird das 2-GHz-Frequenzband hauptsächlich von zwei amerikanischen Unternehmen genutzt: Viasat und EchoStar.
SpaceX sagte, dass der EU-Plan den Standort der Unternehmensregistrierung zu Unrecht über die wirtschaftlichen, technischen und regulatorischen Realitäten stellt.
Als der Vorschlag angekündigt wurde, verteidigte EU-Kommissarin für digitale Angelegenheiten Henna Verkunen die lokale Prioritätspolitik und sagte, dass die EU beabsichtige, „die Stärke der lokalen Satellitenindustrie zu stärken“, während andere Frequenzbänder des Spektrums für ausländische Unternehmen offen blieben.
Relevante Personen, die an der Verhandlung des Plans beteiligt waren, gaben bekannt, dass einige EU-Beamte die Starlink-Plattform von Elon Musk bewusst einschränken wollen.
Bevor die EU diesen Vorschlag einbrachte, hatten die USA im Vorfeld eine Warnung ausgesprochen.
Im März dieses Jahres warnte die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC), dass die USA Gegenmaßnahmen ergreifen werden, wenn die EU europäische Satellitenbetreiber bei der Frequenzzuteilung bevorzugt und US-Unternehmen wie Starlink unterschiedlich behandelt.
Brendan Carr, Vorsitzender der US-amerikanischen Federal Communications Commission, sagte damals gegenüber den Medien: „Wir sind besorgt über einige der Äußerungen zur europäischen Satellitensouveränität. Wenn Europa darauf besteht, diesen Plan zu verfolgen, müssen wir gegenseitig gegensteuern.“
Der Vorschlag der Europäischen Kommission muss noch in Absprache mit jedem EU-Mitgliedstaat und dem Europäischen Parlament finalisiert werden.
Eine SpaceX-nahe Person sagte, dass viele Unternehmen und mehrere europäische Regierungen Bedenken hinsichtlich dieses Plans geäußert hätten, sodass das Unternehmen immer noch hoffe, politische Anpassungen voranzutreiben.