Die US-Repräsentantin Anna Paulina Luna, R-Fla., löste kürzlich Kontroversen aus, als ihr Büro Claude von Anthropic für die Arbeit an einem Änderungsantrag zum Verteidigungsgesetz einsetzte. Nachdem der Vorfall ans Licht kam, gab sie zunächst zu, dass die Mitarbeiter KI zum „Korrekturlesen“ oder „Korrigieren“ des Gesetzes eingesetzt hätten, und betonte dann, dass KI nur für Zusammenfassungen und Rechtschreibprüfungen eingesetzt worden sei und nicht an der Ausarbeitung des Haupttextes des Gesetzentwurfs beteiligt gewesen sei.

Die Kontroverse begann, als ein Screenshot auf sozialen Plattformen verbreitet wurde. Der Text im Screenshot zeigte Wörter, die sich auf Claude bezogen. Auf dieser Grundlage vermutete die Außenwelt, dass ihr Team direkt KI nutzte, um den Inhalt der Änderung des Verteidigungsgesetzes zu schreiben. Luna antwortete später, indem sie schrieb, dass die Mitarbeiter KI nur zur Überprüfung der Rechtschreibung und Grammatik der Zusammenfassung des Änderungsantrags eingesetzt hätten, nicht für den Text des Änderungsantrags selbst; Sie sagte auch, dass der offizielle Gesetzestext des Repräsentantenhauses von der Congressional Legal Advisory Agency ausgearbeitet wurde, der der Einsatz von KI untersagt ist.
In ihrer ersten Antwort wurde Lunas Aussage einmal als Eingeständnis interpretiert, dass die Mitarbeiter KI eingesetzt hätten, um „den Entwurfstext zu korrigieren“, was die Zweifel weiter schürte. Später überarbeitete sie ihre Aussage und sagte, dass KI nur zur „Rechtschreibprüfung der ZUSAMMENFASSUNG des Änderungsantrags“ verwendet wurde, und wiederholte, dass „keine Gesetzgebung jemals von KI verfasst werden wird“. Diese inkonsistente Aussage rückte sie in den Fokus der öffentlichen Meinung und rückte auch die Frage, „ob KI für inhaltliche Gesetzgebungsarbeit eingesetzt wird“, wieder in den Vordergrund.
Berichten zufolge stehen die besprochenen Inhalte im Zusammenhang mit dem National Defense Authorization Act 2027. Der Kern des Streits ist nicht nur die Frage, ob Claude eingesetzt wird, sondern auch die Tiefe der KI-Beteiligung. Lunas aktuelle Aussage besagt, dass die KI nur an der Textverfeinerung und Rechtschreibprüfung auf der Zusammenfassungsebene beteiligt war, nicht jedoch am Verfassen des formellen Gesetzestextes. Da jedoch weiterhin Screenshots und ihre zahlreichen öffentlichen Reaktionen online kursieren, hat sich der Vorfall zu einer öffentlichen Debatte über die Grenzen von Regierungsämtern, den Gesetzgebungsprozess und generative KI entwickelt.