Kürzlich wurde Tim Sweeney, CEO von Epic Games, von ausländischen Medien interviewt. Er sagte, dass kein Unternehmen in der aktuellen Spielebranche ein absolutes Marktmonopol erreichen könne und Giganten wie Sony, Microsoft, Valve, Apple und Google nicht allein das gesamte Spiele-Ökosystem kontrollieren könnten. Er forderte alle großen Plattformen auf, das Modell des geschlossenen Wettbewerbs aufzugeben, die ökologische Vernetzung zu fördern und gemeinsam an der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen in der Branche zu arbeiten.

In den letzten Jahren sind die weltweiten Forschungs- und Entwicklungskosten für AAA-Spiele weiter gestiegen, und in führenden Spielebranchen wie PlayStation und Xbox kam es zu groß angelegten Entlassungen, was die gesamte Branchenentwicklung unter Druck setzte.
Sweeney wies darauf hin, dass es schwierig sei, das Dilemma grundsätzlich durch eine bloße Geschäftsverkleinerung und einen Personalabbau zu lösen. Unternehmen sollten nicht blind um Marktanteile konkurrieren, sondern plattformübergreifende Spielergemeinschaften und Industrieökologie aktiv vernetzen, um harten Wettbewerb durch Win-Win-Kooperation zu ersetzen.
Sweeney sprach über den Weg zur Überwindung der Situation und erläuterte noch einmal die von ihm ins Leben gerufene offene Kooperationsinitiative „Team Open“. Diese Initiative zielt darauf ab, die Barrieren zwischen Spieleprodukten und virtuellen Wirtschaftssystemen verschiedener Hersteller abzubauen und Plattforminseln zu beseitigen.

Er enthüllte, dass sich die Entwicklungsideen traditioneller Spielegiganten wie Microsoft und Sony nach dem Branchenabschwung erheblich verändert haben. Bisher verfolgten Unternehmen im Allgemeinen eine geschlossene Ökologie und verstärkten die Marktkontrolle. Angesichts gemeinsamer Herausforderungen ist die Kooperationsbereitschaft aller Parteien deutlich gestiegen. Langfristig ist der durch die plattformübergreifende Verbindung geschaffene Gesamtwert der Branche viel höher als der Nutzen ihrer jeweiligen geschlossenen Entwicklung.
Darüber hinaus ergriff Sweeney die Initiative, Valve, dem führenden Unternehmen für PC-Gaming-Plattformen, seinen guten Willen zur Zusammenarbeit zu zeigen und erklärte, Epic sei bereit, Valve dabei zu unterstützen, neue Chancen in der Branche zu nutzen. Er schätzte, dass Offenheit und Interoperabilität mit der allmählichen Konsensbildung in der Branche zu einem wichtigen Trend in der künftigen Entwicklung der Spielebranche werden würden. Nur durch eine Vertiefung der Zusammenarbeit und den gemeinsamen Aufbau eines offenen Ökosystems kann die stabile und gesunde Entwicklung der Spielebranche gefördert werden.