Sony Interactive Entertainment (SIE) gab am 1. Juli offiziell bekannt, dass es die digitalen Store-Dienste für PlayStation 3 und PS Vita schrittweise schließen wird. Dies markiert das Ende von fast 20 Jahren der Unterstützung digitaler Inhalte für diese beiden Plattformen.

Laut einer offiziellen Erklärung von Sony wird der PlayStation Store für PS3 und PS Vita schrittweise seinen Betrieb einstellen. In den meisten Ländern und Regionen werden die Store-Dienste offiziell im Juli 2027 geschlossen. Einige Regionen werden jedoch vorzeitig den Zugang verlieren – PS3-Stores in Mexiko, Honduras und Nicaragua werden die ersten sein, die im August 2026 schließen, während weitere Länder in Lateinamerika und im Nahen Osten ebenfalls die PS3-Store-Dienste vor Ende 2026 einstellen werden.
Nach Schließung des Stores können Spieler keine neuen Spiele, DLCs oder andere digitale Inhalte mehr über PS3 und PS Vita kaufen. Sony bestätigte jedoch, dass zuvor von Benutzern gekaufte Inhalte nach der Schließung weiterhin erneut heruntergeladen werden können und bestehende Spielebibliotheken nicht betroffen sind.

Sony erklärte in einer Erklärung, dass die Entscheidung auf technische Einschränkungen älterer Hardware zurückzuführen sei. Da sich der PlayStation Store ständig weiterentwickelt, um sich an moderne Standards des digitalen Handels anzupassen – einschließlich neuerer Zahlungsabwicklungen und höherer Sicherheitsanforderungen – ist die zugrunde liegende Architektur von PS3 und PS Vita nicht mehr in der Lage, die erforderlichen Unterstützungsniveaus zu erfüllen, was es unpraktisch macht, den Store weiter zu betreiben.
Sony betonte außerdem, dass es keine Pläne gebe, den PlayStation Store für PS4 zu schließen. Auch wenn die PS4 schon seit vielen Jahren auf dem Markt ist, erhält die Plattform weiterhin Unterstützung für neue Spiele und bleibt eine der beliebtesten im PlayStation-Ökosystem.

Die Ankündigung deckt sich mit den zuvor gemeldeten Plänen von Sony, die Produktion physischer Discs für neue PlayStation-Titel ab 2028 einzustellen. Zusammen spiegeln die beiden Entscheidungen die umfassendere strategische Ausrichtung von Sony wider, mehr in moderne digitale Infrastruktur zu investieren und gleichzeitig die Unterstützung für ältere Dienste auslaufen zu lassen. Darüber hinaus verstärkt Sony Berichten zufolge auch seinen Fokus auf traditionelle Konsolen-exklusive Spiele.