Nur fünf Monate nach der Markteinführung seines ersten Roboters zum Falten von Kleidung hat das Start-up-Technologieunternehmen Weave Robotics einen weiteren Versuch unternommen und kürzlich offiziell seine neueste Generation von Haushaltsroboterprodukten vorgestellt: Isaac 1. Verglichen mit der vorherigen Generation alter Modelle, die nur vor einem Tisch stehen und Kleidung mechanisch falten konnten, ist dieser neu verbesserte intelligente Roboter nicht nur eleganter und freundlicher im Aussehen, sondern hat auch einen großen Durchbruch bei seinen Kernfunktionen erzielt.

Auf Anweisung des Benutzers kann er nun selbständig das Wohn- und Schlafzimmer betreten und eine Reihe mühsamerer täglicher Aufgaben erledigen, wie etwa das Aufräumen von Unordnung, das Ordnen von Sofakissen und das Bettenmachen.

Vom Erscheinungsbild her nimmt Isaac 1 ein freundliches Design an, das dem klassischen Zeichentrickcharakter „Baymax“ ähnelt, mit einem abgerundeten rechteckigen Kopf, der mit einem Paar süßer Augen ausgestattet ist. Der Rumpf und die Arme des Roboters sind in eine weiche Stoffhülle gehüllt und die gesamte Struktur ist auf einem Teleskoparm mit motorisierter Basis montiert. Dank dieses einzigartigen Designs kann sich Isaac 1 frei im Haus bewegen und seine Höhe von 3 Fuß (ca. 0,9 Meter) bis 5 Fuß 9 Zoll (ca. 1,75 Meter) entsprechend den Anforderungen spezifischer Hausarbeiten anpassen. Wenn der Roboter nach seiner Arbeit im Leerlauf ist, kann er sich auch aktiv „heimlich“ verhalten, indem er sich auf eine Höhe von 90 cm zurückzieht und die Kamera auf seiner Oberseite physisch ausschaltet, um die Privatsphäre des Benutzers zu Hause zu maximieren.

Allerdings weist Isaac 1 noch gewisse Einschränkungen in der technischen Umsetzung auf. Obwohl seine Mobilität und seine Fähigkeit, Unordnung zu beseitigen, einen Quantensprung gegenüber der Vorgängergeneration „Isaac 0“ gemacht haben, sind diese beiden Modelle immer noch nicht perfekt, wenn es darum geht, Hausarbeiten völlig unabhängig voneinander zu erledigen. Bei der Ausführung bestimmter komplexer Aufgaben müssen sich Roboter häufig auf die „Teleoperations“-Technologie verlassen, d. h. die menschlichen Back-End-Bediener von Weave Robotics führen manuelle Ferneingriffe und Steuerung über die vom Roboter zurückgegebenen Kamerabilder durch und unterstützen den Roboter bei der Erledigung von Hausarbeiten.

Diese Betriebsart des „manuellen Eingriffs“ kann bei einigen Verbrauchern zu einem Groll führen. Schließlich ist es für einige datenschutzbewusste Käufer möglicherweise nicht kosteneffizient, 8.000 US-Dollar auszugeben, um die Hände frei zu bekommen, nur um dann das potenzielle Risiko einzugehen, dass ein Fremder gelegentlich über eine Kamera in die Privatsphäre Ihres Zuhauses schnüffelt. Allerdings gibt es auch viele Verbraucher, die diesbezüglich offen und optimistisch sind. Das Weave-Team sagte, dass Isaac 1 der Traumroboter sei, den sie sich schon immer in ihr Zuhause holen wollten. Tatsächlich hat das Unternehmen seit der Einführung des Isaac 0 im Februar dieses Jahres Produkte an zahlreiche Haushalte und Unternehmen in Kalifornien geliefert. Nach offiziellen Angaben ist das alte Modell seit seiner Markteinführung mehr als 2.000 Stunden im Einsatz und verarbeitet wöchentlich mehr als 1.000 Pfund Wäsche. Obwohl dies darauf hindeutet, dass die aktuelle Markteinführung möglicherweise noch begrenzt ist oder das Produkt gerade erst ausgeliefert wurde, beweist es zweifellos die dringende Marktnachfrage nach Haushaltsrobotern.

Unabhängig von der Einstellung der Verbraucher zum Konzept der „Fernunterstützung durch Menschen“ hat die Einführung von Isaac 1 zwei starke Signale für die Branche ausgelöst. Erstens wurden die Funktionen von Isaac 1 im Vergleich zu den Produkten der vorherigen Generation verdoppelt, während der ursprüngliche Verkaufspreis beibehalten wurde (d. h. die volle Zahlung von 8.000 US-Dollar oder die Wahl eines monatlichen Abonnementplans von 449 US-Dollar), was die erstaunliche Iterationsgeschwindigkeit der aktuellen Robotiktechnologie bei der Kommerzialisierung voll und ganz demonstriert. Zweitens weist Isaac 1 im Hinblick auf das Industriedesign im Vergleich zur Vorgängergeneration, die wie ein aus Gleichteilen zusammengesetzter Prototyp aussah, einen sehr hohen Grad an Reife und Raffinesse auf. Ein Start-up-Unternehmen kann ein einfaches Proof-of-Concept-Produkt in nur wenigen Monaten schnell in ein vollständig entwickeltes, massenproduziertes Produkt umwandeln. Seine F&E- und Ausführungskapazitäten sind beeindruckend.

Weave Robotics gab an, die Funktionen von Isaac 1 auch in Zukunft durch Firmware-Upgrades weiter zu optimieren und zu verbessern. In der Branche wird allgemein davon ausgegangen, dass die wichtigste Upgrade-Richtung dieses Produkts in der Zukunft darin bestehen wird, einen vollständig autonomen Betrieb zu erreichen und damit die Abhängigkeit von manuellen Ferneingriffen vollständig zu beseitigen. Derzeit entwickelt sich der Bereich automatischer Kleidungsfalt- und Hausarbeitsroboter zu einem heißen Trend, und viele Technologieunternehmen nehmen an diesem Technologiewettbewerb teil, um „Menschen dabei zu helfen, T-Shirts in den Kleiderschrank zu falten“.

Es wird berichtet, dass Isaac 1 derzeit auf dem US-Markt vorbestellt werden kann und Verbraucher nur eine Anzahlung von 250 US-Dollar leisten müssen, um sich einen Platz zu sichern. Weave Robotics plant, im Herbst offiziell mit der Auslieferung zu beginnen, wobei die ersten Lieferungen in Kalifornien beginnen.