Dave W. Plummer, eine bekannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Windows-Entwicklung, demonstrierte kürzlich eine geniale Kühllösung für den AMD Threadripper-Motherboard-Chipsatz: Er platzierte einen kleinen Stirlingmotor auf dem Kühlkörper des Chipsatzes und nutzte Abwärme, um ihn anzutreiben.

Eine im Fahrgestell laufende Dampfmaschine? Microsoft-Entwickler nutzen CPU-Abwärme, um Stirlingmotor anzutreiben

Nachdem Plummer in der Demonstration das Schwungrad manuell gedreht hatte, um den Motor zu starten, reichte die vom Chipsatz erzeugte Wärme aus, um den Stirlingmotor am Laufen zu halten und thermische Energie in mechanische Energie umzuwandeln. Dieser „Sunnytech-Niedertemperatur-Stirlingmotor“, der für etwa 40 US-Dollar verkauft wird (derzeit mit einem 10-Dollar-Gutschein), ist im Wesentlichen ein pädagogisches Modellspielzeug. Es wird gesagt, dass er eine Rotationsgeschwindigkeit von etwa 200 U/min erreichen kann, wenn er auf eine 20 °C heiße Kaffeetasse gestellt wird. Einige Benutzer berichteten sogar, dass es allein durch die Temperatur ihrer Handflächen gesteuert werden kann.

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Der 1816 von Robert Stirling patentierte Stirlingmotor galt damals zunächst als sicherere Alternative zu Dampfkesseln und fand einige Anwendungen in Wasserpumpen und Haushaltsanwendungen. Auch heute noch spielt die Technologie eine Rolle in der Solarstromerzeugung, der Kraft-Wärme-Kopplung, der kryogenen Kühlung und in U-Booten.

Sein Funktionsprinzip ist: Die Wärmequelle erhitzt das Gas im Zylinder, um es auszudehnen, wodurch der Kolben gedrückt wird, um das Schwungrad in Drehung zu versetzen. dann kühlt das Gas ab und schrumpft, und das Schwungrad dreht sich aufgrund der Trägheit weiter, um den Zyklus abzuschließen, und so weiter, um die Umwandlung von Wärmeenergie in mechanische Energie zu erreichen. Bei diesem Prozess handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf, ein Austausch des Arbeitsgases findet nicht von außen statt.

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Plummer gab an, dass es sich bei seiner Testkonfiguration um einen AMD Threadripper 3970X mit 32 Kernen und 64 Threads handelte. Allerdings veröffentlichte er weder die Temperaturänderungsdaten des Chipsatzes vor und nach dem Einbau des Stirling-Motors, noch erläuterte er, ob diese „Modifikation“ Auswirkungen auf die Laufergebnisse hatte. Einige Internetnutzer scherzten, dass dies möglicherweise die „eleganteste“ passive Kühllösung der Geschichte sei.