Der Salamanca Central School District in New York arbeitet mit Realbotix, einem in Toronto ansässigen Robotikunternehmen, zusammen und plant, diesen Herbst einen neuen Lehrassistenten-Roboter mit künstlicher Intelligenz im Klassenzimmer einzuführen und möglicherweise sogar ein Team von Roboter-Tutoren aufzustellen, um Schüler bei Sommerkursen und beim täglichen Lernen zu unterstützen.

Dieser KI-Roboter namens Optio gehört zur M-Serie von Realbotix und ist auf dem Campus als „Sally“ bekannt. Sally wird in einem speziellen Kurs für künstliche Intelligenz und Robotik an der Central High School in Salamanca eingesetzt. Neben der Unterstützung im Klassenzimmer unterstützt der Roboter die Schüler auch außerhalb des Unterrichts rund um die Uhr bei den Hausaufgaben.
Nach Angaben des Entwicklungsunternehmens verfügt Sally über Fähigkeiten zur Verarbeitung natürlicher Sprache, kann Gesichtsausdrücke anzeigen und Echtzeit-Feedback geben und verfügt über integrierte Sicherheitsschutzmechanismen, die speziell auf den Bildungsbereich ausgerichtet sind. Vom Aussehen her ist Sally stark bionisch und hat ein realistisches menschliches Aussehen. In einer praktischen Anwendung würde es an einem Schreibtisch sitzen und einige Bewegungen des Oberkörpers ausführen können. Die Schüler müssen Sally lediglich ihre Studentenausweisnummern mitteilen, und der Roboter kann diese Informationen abrufen und verwenden, um personalisierte Lerndaten zu generieren. Erwähnenswert ist, dass die Schule auch Teil des Lehrplanprojekts Woz ED STEM Pathway ist, das von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak zur Förderung der MINT-Ausbildung ins Leben gerufen wurde.
Andrew Kiegel, CEO von Realbotix, sagte in einer Pressemitteilung, dass der Einsatz dieses Roboters in einem Schulbezirk ein Meilenstein in den Bereichen künstliche Intelligenz und humanoide Robotik sei. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Technologie das Labor verlässt und physische künstliche Intelligenz direkt in den Unterricht bringt, Lehrer unterstützt, das Interesse der Schüler weckt und beweist, dass fortschrittliche Robotik in realen Bildungsumgebungen funktionieren kann. Das Pilotprogramm im Schulbezirk Salamanca eröffnet eine neue Ära, in der humanoide Roboter und intelligente KI-Assistenten zu Standardwerkzeugen für die MINT-Ausbildung werden.
Realbotix wurde nach der Übernahme des Unternehmens RealDoll für hyperrealistische Begleitpuppen im Jahr 2024 umbenannt und hat kürzlich eine Reihe äußerst realistischer Roboterbegleiter auf den Markt gebracht.
Da künstliche Intelligenz weiterhin Einzug in die Bildung hält, warnen Technologiebeobachter. Sie stellen fest, dass die Technologie Vorurteile und Ungleichheiten verschärfen könnte, insbesondere bei Bevölkerungsgruppen, denen es bereits an Ressourcen mangelt. Darüber hinaus befürchten Kritiker der KI im Klassenzimmer, dass die Technologie in ressourcenarmen Schulbezirken als zweitklassiger Ersatz für menschliche Lehrer eingesetzt werden könnte.
Es wird berichtet, dass der Salamanca Central School District teilweise innerhalb des Seneca-Indianerreservats liegt und mehr als ein Drittel der Schüler Aborigines sind. Laut New York Focus haben etwa 79 % der Studenten im Bezirk finanzielle Schwierigkeiten. Als Reaktion darauf sagte Schulbezirksleiter Mark Biller, dass diese Zusammenarbeit darauf abzielt, allen Schülern einen kontrollierten und fairen Zugang zu sicheren und leistungsstarken Ressourcen der künstlichen Intelligenz zu ermöglichen; Ihr Hauptzweck besteht darin, das Lernen zu fördern und nicht darin, Menschen zu ersetzen.