Die KI-Server von Nvidia sind mit erheblichen Engpässen beim Datenwachstum konfrontiert. Zuvor waren diese Hochleistungsserver in der Lage, temporäre Kontextdaten, sogenannte Schlüsselwert-Caches (KV-Caches), effizient zu verarbeiten. Als jedoch der Umfang dieser Daten explodierte, waren die vorhandenen Verarbeitungsarchitekturen überfordert. Um den Druck auf Chips zu verringern, besteht auf dem Markt eine immer dringendere Nachfrage nach Kontextspeicher (CMX), der auch dem Speichergiganten Samsung wichtige Marktchancen bietet.

Neuesten Berichten zufolge liefert Samsung derzeit eine große Menge NAND-Flash-Speicher der V9-Spezifikation an Nvidia, um seinen Speicherbedarf zu decken. Gleichzeitig ist auch die nächste Generation V10 NAND in die Massenproduktion eingetreten. Während erwartet wird, dass die Versorgung mit diesen Hochleistungsspeicherchips die kontextbezogenen Datenverarbeitungsbeschränkungen, mit denen GPUs derzeit zu kämpfen haben, überwinden wird, könnte diese hohe Ressourcenkonzentration dazu führen, dass andere Branchen und Verbraucher mit erheblichen Versorgungsengpässen konfrontiert werden und damit die Folgen der Versorgungsknappheit zu tragen haben.
Derzeit hat Samsung etwa 60 % seiner V-NAND-Produktionskapazität der V9-Produktionslinie zugewiesen. Um die Nachfrage von Nvidia zu befriedigen, baut Samsung seinen Produktionsumfang in diesem Bereich weiter aus. Es wird berichtet, dass jedes derzeit für KI-Server verwendete kontextbezogene Speichermodul 576 SSDs mit einer Gesamtkapazität von bis zu 9.600 TB aufnehmen kann. Da die Nachfrage von Nvidia nach Speicher exponentiell wächst, wird erwartet, dass die Nachfrage nach Speicherchips, die in CMX verwendet werden, von 35 Millionen Terabyte auf über 100 Millionen Terabyte im Jahr 2026 ansteigt, und Samsung wird mit seinen starken Fertigungskapazitäten voraussichtlich zum Hauptlieferanten von Nvidia werden. Dies hat auch das erhebliche Wachstum der Geschäftsleistung von Samsung direkt gefördert, und es wird erwartet, dass die Gewinne im Jahr 2026 die kumulierten Gesamtgewinne der letzten 40 Jahre übertreffen werden.
Während Samsung seine Produktionskapazität erweitert, intensiviert es auch seine Forschung und Entwicklung der V11-NAND-Technologie, die eine vertikale Stapelung von 500 Schichten ermöglichen kann. Diese Technologie erhöht die Anzahl der Stapelschichten im Vergleich zu V10 um 100 Schichten und soll eine höhere Speicherdichte ermöglichen. Theoretisch können Fortschritte in dieser Technologie die Herstellungskosten von Solid-State-Laufwerken (SSDs) mit großer Kapazität für Verbraucher senken. Da die derzeitige Produktionskapazität jedoch stark auf den KI-Bereich ausgerichtet ist, besteht immer noch große Unsicherheit darüber, ob der allgemeine Markt davon profitieren kann. Für die gesamte Speicherbranche hat die enge Bindung zwischen Nvidia und Samsung zwar den dringenden Bedarf im KI-Bereich gelöst, aber auch das Ungleichgewicht auf dem Speichermarkt verschärft. Kurzfristig dürfte der Angebotsdruck in der Branche anhalten.