Als langfristiger Core-Supply-Chain-Partner plant TSMC, den Benchmark-Preis seiner Chips ab 2027 um 5 bis 10 % zu erhöhen. Betroffen von dieser Anpassung muss Apple künftig höhere Kosten beim Kauf von Prozessorchips für Produktlinien wie iPhone und Mac zahlen.

Die Preisanpassung war auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie z. B. gestiegene Kosten für Produktionsanlagen, steigende Rohstoffpreise für die Chipherstellung und die Erweiterung der Fabrikkapazitäten. Ein Sprecher von TSMC betonte, dass es sich bei dieser Preisanpassung um eine strategische Entscheidung und nicht um ein spekulatives Verhalten handele und das Unternehmen weiterhin eng mit den Kunden zusammenarbeiten und ihnen einen Mehrwert bieten werde.

Der spezifische Preisanpassungsbereich und die Details variieren je nach Kundentyp und Art des hergestellten Chips. Alle Prozessknoten fallen in den Geltungsbereich dieser Preiserhöhung und umfassen ausgereifte Prozesse mit 12 Nanometern und mehr sowie fortgeschrittene Knoten mit 7 Nanometern und weniger. Darüber hinaus wird, wenn das tatsächliche Bestellvolumen des Kunden den ursprünglich an TSMC übermittelten prognostizierten Betrag übersteigt, ein zusätzlicher Aufschlag von 10 % bis 15 % fällig. Das bedeutet, dass die endgültigen Chip-Einkaufskosten im Vergleich zum aktuellen Preis um bis zu 25 % steigen können, wenn Kunden von der Produktionskapazitätsplanung abweichen. Wenn man bedenkt, dass Apple der langfristige Hauptkunde von TSMC ist, wird erwartet, dass der Benchmark-Anstieg, den das Unternehmen letztendlich erleidet, nahe dem unteren Bereich von 5 % liegen wird.

Vor dem Hintergrund des vielfältigen Drucks auf die Lieferkette leidet die Technologiebranche allgemein unter den Auswirkungen steigender Preise, die durch die anhaltende Speicherchip-Krise verursacht werden. Frühere Analysen haben vorhergesagt, dass die Stücklistenkosten von High-End-Modellen in Zukunft erheblich steigen werden, wobei die Anschaffungspreise für NAND-Flash-Speicher und DRAM-Speicher im Vergleich zur Vergangenheit deutlich steigen werden, was den Kostendruck auf Endprodukte weiter verschärft hat. Obwohl Apple zuvor versucht hat, die Auswirkungen von Preisschwankungen bei einigen Komponenten abzufedern, kann der damit verbundene Kostendruck, da die Kosten für vorgelagerte Gießerei- und Kernkomponenten allgemein steigen, letztendlich an die Endverbraucher weitergegeben werden, was dazu führen wird, dass künftige iPhone- und andere Produkte mit Preiserhöhungen konfrontiert werden.