Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance ist auf erheblichen Widerstand gestoßen, da ein Bundesrichter den 110-Milliarden-Dollar-Deal aufgrund einer Kartellrechtsklage von 12 Generalstaatsanwälten vorübergehend gestoppt hat.
Der US-Bezirksrichter Araceli Martinez-Holguin ordnete am Montag offiziell ein 14-tägiges Moratorium für den Deal an. Das Gericht hörte letzte Woche Argumente beider Seiten der Klage. Eine Koalition von Generalstaatsanwälten unter der Führung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta könnte versuchen, das Moratorium nach Ablauf der 14-tägigen Frist weiter zu verlängern, wodurch die Übernahme länger verzögert würde.

In der von einer Staatenkoalition eingereichten Klage wurde argumentiert, dass der Zusammenschluss der beiden Giganten den Kinos, den einfachen Kabelvertriebshändlern und dem allgemeinen Fernseh- und Kinopublikum echten Schaden zufügen würde. Die Kläger betonten in der Klage, dass der Wettbewerb auf dem Markt in den drei Kernmärkten Breitbild-Filmvertrieb, Filmvertrieb an hohen Kinokassen und Basislizenzierung für Kabelfernsehen erheblich geschwächt würde, wenn die beiden Unternehmen fusionieren dürften. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta sagte in einer entsprechenden Erklärung, dass dies ein entscheidender erster Kampf sei, um sicherzustellen, dass diese Superfusion vollständig abgebrochen werde. Er wies darauf hin, dass die historische Erfahrung zeige, dass die Monopolstellung der Macht in Kernmärkten des täglichen Lebens der amerikanischen Bevölkerung durch einige wenige Menschen häufig zu weniger Auswahlmöglichkeiten, minderwertigen Produkten und schlechteren Dienstleistungen führe. Sie haben diese Klage initiiert, um ein freies und faires Marktumfeld zu verteidigen und eine lebendige und faire Entwicklung der Film- und Fernsehindustrie für Filmschaffende und Zuschauer anzustreben. Sie sagten, dass das Team über genügend Munition und eine ausreichende Rechtsgrundlage verfüge und alles daransetzen werde, diese Klage bis zum Ende weiterzuverfolgen.
Es wird berichtet, dass die Transaktion ursprünglich darauf abzielte, zwei bekannte Hollywood-Filmstudios und Mainstream-Streaming-Medienplattformen wie Paramount+ und HBO Max zu einem zu vereinen. Es wird auch eine riesige Fernsehnetzwerkmatrix integrieren, die bekannte Marken wie CBS und MTV von Paramount sowie CNN und HBO von Warner Bros. Discovery unter einem Dach vereint. Als Reaktion auf das Gerichtsurteil erklärte ein Sprecher von Paramount in einer Erklärung gegenüber den Medien, dass das Unternehmen fest davon überzeugt sei, dass künftige Beweise vollständig beweisen werden, dass die von den Generalstaatsanwälten vorgebrachten kartellrechtlichen Argumente keiner Rechtsgrundlage entbehren. Der betroffene Markt und die von ihm formulierten Vorwürfe wettbewerbswidriger Wirkungen sind völlig losgelöst von der tatsächlichen Situation des modernen Marktes. Paramount betonte, dass die Transaktion völlig legal sei und sich positiv auf die Wettbewerbsförderung auswirke. Davon werden nicht nur Verbraucher, Content-Ersteller und Branchenvertreter profitieren, sondern auch die gesamte Unterhaltungsbranche. Das Unternehmen wird die Transaktion weiterhin energisch verteidigen und freut sich darauf, sie bei späteren Anhörungen in einem Sachstreit gegen die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten zu verteidigen.
Zuvor hatte David Ellison, CEO von Paramount, im Mai erklärt, dass die Transaktion wie geplant verläuft und voraussichtlich im September offiziell abgeschlossen wird. Dieses plötzliche rechtliche Hindernis hat jedoch zu Änderungen bei Paramounts Plan geführt, sich zu einem Branchenführer zu entwickeln, der mit Giganten wie Netflix konkurrieren kann. Rückblickend auf die bisherigen Fortschritte ist festzustellen, dass diese geplante Übernahme bei Filmproduzenten, Schauspielern und einer großen Zahl von Fachleuten der Film- und Fernsehbranche bereits intensive Prüfung und Besorgnis ausgelöst hat. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Transaktion die Kapitalkonzentration in der US-Medienbranche weiter erhöhen und den Wettbewerb auf dem Markt verschärfen wird. Warner Bros. Discovery reagierte nicht sofort öffentlich auf die Angelegenheit.