Auf der Advancing AI 2026-Konferenz stellte AMD-CEO Lisa Su offiziell die zukünftige strategische Roadmap für CPUs und GPUs des Unternehmens vor und gab zum ersten Mal klar das konkrete Veröffentlichungszeitfenster der CPU-Architekturen Zen 7 und Zen 8 der nächsten Generation bekannt und demonstrierte damit seine starken Ambitionen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Cloud Computing.

Offiziellen Informationen zufolge trägt der EPYC-Serverprozessor der siebten Generation, der auf der Zen-7-Architektur basiert, den Codenamen „Florence“ und wird voraussichtlich im Jahr 2028 auf den Markt kommen. Zen 7 wird weiterhin in zwei Formen verfügbar sein: einer Standardversion und einer für High-Density-Computing optimierten Version (Zen 7C), die Sub-2-nm-Fertigungsverfahren der nächsten Generation (wie TSMC A16- oder A14-Knoten) nutzt. Hinsichtlich der Hardwarekompatibilität wird diese Prozessorserie weiterhin die bestehenden SP7- und SP8-Plattformen nutzen. SP7 konzentriert sich auf die ultimative Anzahl und Leistung der Kerne, während SP8 sich auf eine hohe Kostenleistung konzentriert. Darüber hinaus wird „Florence“ nicht nur als erstes Unternehmen die Unterstützung für Speicherspezifikationen der nächsten Generation wie DDR6, MRDIMM und LPDDR einführen, sondern auch als Host-CPU für AMDs KI-Rack-Lösung „Ferrara“ der nächsten Generation dienen und gleichzeitig das Agentic-Sandbox-System „Fidenza“ auf Basis der „Ferrara“-Architektur auf den Markt bringen, das ein hervorragendes Stromverbrauchs-Leistungsverhältnis für den KI-Einsatz in großem Maßstab bietet.

Es ist erwähnenswert, dass der Zen 7 „EPYC“-Prozessor das erste EPYC-Produkt sein wird, das den „AI Compute Extensions“ (ACE)-Befehlssatz unterstützt. Der ACE-Befehlssatz wurde von der x86 Ecosystem Advisory Group (x86 EAG, eine von Intel und AMD gemeinsam ins Leben gerufene Technologieallianz) initiiert, um standardisierte Matrixbeschleunigungsfunktionen für die x86-Architektur bereitzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit des x86-Ökosystems im KI-Zeitalter weiter zu stärken.

Im Rahmen einer längerfristigen Planung bestätigte AMD, dass der EPYC-Prozessor der achten Generation den Codenamen „Ravenna“ trägt, die Zen-8-Architektur verwenden wird und voraussichtlich im Jahr 2030 auf den Markt kommen wird. Die Zen-8-Architektur und die erste Charge von Chips befinden sich derzeit in der frühen Forschungs- und Entwicklungsphase, was voll und ganz zeigt, dass AMD seine führende Position in den Bereichen Rechenzentren und Chipherstellung durch die Beschleunigung der Technologieentwicklung und Produktiteration festigt.

Zusätzlich zur CPU-Produktlinie aktualisierte AMD auf der Konferenz gleichzeitig die Instinct-GPU-Roadmap. Die MI500-Serie, deren Veröffentlichung für 2027 geplant ist, wird die CDNA 6-Architektur und den HBM4e-Videospeicher übernehmen und sowohl Kupferkabel- als auch Glasfaserarchitekturdesigns unterstützen; während die für 2028 geplante CDNA-Next-Architektur MI600-Serie mit der Zen 7 „Florence“-CPU und den Pensando „Palma/Levanzo“-Chips in die Rack-Level-KI-Lösung „Helios 600“ integriert wird, wodurch die Grenzen der Rechenleistung weiter erweitert werden.