Der NASA-Astronaut Chris Williams kehrte am 26. Juli Ortszeit erfolgreich zur Erde zurück, nachdem er eine achtmonatige wissenschaftliche Expeditionsmission zur Internationalen Raumstation abgeschlossen hatte. Mit ihm an Bord der bemannten Raumsonde Sojus MS-28 (Sojus MS-28) kehrten die Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev von der russischen Föderalen Raumfahrtbehörde zurück.

Das mit einem Fallschirm unterstützte Raumschiff landete am 26. Juli um 15:27 Uhr kasachischer Zeit (5:27 Uhr Ortszeit in den Vereinigten Staaten) sicher auf dem abgelegenen Grasland südöstlich der Stadt Jezkazgan. Zuvor wurde das Raumschiff an diesem Tag um 2:03 Uhr offiziell abgekoppelt und von der Internationalen Raumstation getrennt.
Die drei Besatzungsmitglieder haben seit ihrem Start und ihrer Ansiedlung auf der Internationalen Raumstation am 27. November 2025 241 Tage lang ununterbrochen im Weltraum gelebt und gearbeitet. In diesem Zeitraum umflogen sie insgesamt 3.856 Mal die Erde und ihre Gesamtflugmeilenzahl überstieg 102 Millionen Meilen. Erwähnenswert ist, dass diese Mission für Williams und Mikajew der erste Weltraumflug ist, während Kud-Sverchkov der zweite Flug ins All ist.

Während seiner Arbeit im Orbitlabor führte Williams eine Reihe hochmoderner wissenschaftlicher Forschungs- und Technologiedemonstrationen durch und beteiligte sich daran. Seine Forschungsergebnisse sollen nicht nur wichtige Daten zur Entwicklung neuer Krebstherapien liefern, sondern auch dazu beitragen, den Produktionsprozess von Schlüsselmaterialien für Hochleistungscomputer und elektronische Geräte im Weltraum zu verbessern. Darüber hinaus absolvierte Williams während der Mission erfolgreich zwei Außenbordeinsätze. Die erste Mission bestand darin, die Modernisierung des Stromversorgungssystems der Raumstation vorzubereiten, und die zweite Mission bestand darin, fehlerhafte Gelenkteile am Roboterarm Canadarm2 (Canadarm2) erfolgreich auszutauschen. Diese wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten und Wartungsarbeiten können nicht nur dem menschlichen Leben auf der Erde direkt zugute kommen, sondern legen auch eine solide Grundlage für zukünftige bemannte Erkundungsmissionen der NASA in tieferen Räumen wie dem Mond und dem Mars.
Nach Abschluss einer ersten medizinischen Untersuchung am Landeplatz flogen die drei Astronauten mit einem Hubschrauber nach Karaganda in Kasachstan, wo sich das Bergungsteam befand. Anschließend wird Williams mit einem Sonderflugzeug der NASA zurück zum Johnson Space Center in Houston fliegen.

Seit mehr als 25 Jahren sind Menschen ununterbrochen auf der Internationalen Raumstation stationiert und arbeiten dort. Die einzigartige Mikrogravitationsumgebung der Raumstation ermöglicht viele wissenschaftliche Entdeckungen und Experimente, die unter normalen Bedingungen auf der Erde nicht durchgeführt werden können. Gleichzeitig bereitet diese Plattform die NASA auch umfassend darauf vor, die Auswirkungen langfristiger Raumflüge auf den menschlichen Körper zu untersuchen, die Entwicklung kommerzieller Aktivitäten im erdnahen Orbit zu fördern und sich auf das zukünftige Mondlandeprogramm „Artemis“ und sogar die eventuelle bemannte Mars-Erkundungsmission vorzubereiten.