Zusammenfassung:
Eine aktuelle Feldverfolgungsstudie, die in einer renommierten internationalen ökologischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, hat das langfristige Verständnis der wissenschaftlichen Gemeinschaft über das Migrationsverhalten und die Anpassungsfähigkeit von Reptilien auf den Kopf gestellt. Langzeit-Telemetrieüberwachungen, die gemeinsam von Naturschutzbehörden und wissenschaftlichen Forschungsteams durchgeführt wurden, zeigten, dass eine Gruppe von Krokodilen, die künstlich gezüchtet und schließlich in Naturschutzgewässern freigelassen wurden, nicht versuchte, weite Strecken zurückzulegen, um „in ihre Heimat zurückzukehren“, oder ziellos umherirrte, wie die Forscher erwartet hatten. Stattdessen passten sie sich schnell an die neue wilde Lebensumgebung an und errichteten rund um den Freisetzungspunkt einen äußerst stabilen und territorialen Lebensraum.
Dieses unerwartete Anpassungsverhalten stellt ein äußerst wertvolles neues Paradigma für die Wiederansiedlungs- und Populationsverjüngungsprojekte weltweit gefährdeter großer fleischfressender Reptilien dar.

Ausgewachsene Wildkrokodile sind in der zoologischen Gemeinschaft seit langem für ihren äußerst starken „Suchinstinkt“ bekannt. Zahlreiche frühere wissenschaftliche Forschungsaufzeichnungen über wild gefangene und umgesiedelte Krokodile haben gezeigt, dass diese Spitzenprädatoren sich selbst nach dem Fang und dem Transport mit Booten oder Fahrzeugen zu unbekannten Wassereinzugsgebieten, die Dutzende oder sogar Hunderte von Kilometern entfernt sind, auf ihre scharfe geomagnetische Induktion, die Himmelsnavigation und den Geruchssinn des Wasserflusses verlassen können, um innerhalb von Wochen bis Monaten beharrlich über weite Strecken zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum zu schwimmen. Aufgrund dieses starken Suchtriebs haben viele externe Wiederaufbauprojekte, die darauf abzielen, Konflikte zwischen Menschen und Krokodilen zu lindern, oft nur geringe Auswirkungen. Wissenschaftliche Forscher waren außerdem allgemein besorgt darüber, dass Krokodile, die in künstlichen Umgebungen oder in Zuchtstätten in Gefangenschaft gezüchtet werden, in eine unbekannte Natur entlassen werden, aufgrund mangelnder Identifikation mit der neuen Umgebung blind wandern und dann einem enormen Risiko ausgesetzt sind, zu verhungern, Verluste auf dem Territorium zu erleiden oder erneut in Gebiete mit starker menschlicher Aktivität abzuwandern.

Um die tatsächliche Überlebensfähigkeit und das räumliche ökologische Verhalten künstlich gezüchteter Individuen in freier Wildbahn zu bewerten, implantierte das Forschungsteam hochpräzise Satellitenortungssender und akustische Unterwasser-Tracking-Tags in diese künstlich gezüchteten Krokodile, die ein strenges Wildtraining durchlaufen hatten, und führte über mehrere Saisons hinweg eine dynamische Allwetterüberwachung von ihnen durch. Die Forscher stellten ursprünglich zwei wahrscheinlichste Hypothesen auf: Entweder werden diese Krokodile versuchen, aufgrund ihrer frühen Erinnerungen an die Gefangenschaft weite Strecken flussaufwärts in Richtung der Brutbasis zu wandern, oder sie werden sich im neuen Wassersystem übermäßig ausbreiten und dazu führen, dass das Überwachungssignal vollständig verloren geht.

Die hochpräzisen Flugbahndaten, die kontinuierlich von Satelliten übermittelt werden, haben die oben genannten Annahmen jedoch völlig zunichte gemacht. Die Überwachungsergebnisse zeigten, dass die freigelassenen Krokodile nicht nur in sehr kurzer Zeit die Verteilung tiefer Tümpel, Untiefen und Sandbänke zum Sonnenbaden in den Gewässern erkannten, sondern auch eine erstaunliche „Lebensraumtreue“ (Site Fidelity) zeigten. Die überwiegende Mehrheit der Individuen unternahm in den ersten Tagen nur eine Erkundungsfahrt mit begrenztem Radius und ließ sich dann vollständig in geeigneten Lebensräumen nieder, die sich über Dutzende Quadratkilometer in den freigesetzten Gewässern erstreckten. Sie beherrschen nicht nur die Jagdfähigkeiten, um einheimische Fische, Amphibien und kleine Säugetiere in freier Wildbahn aus dem Hinterhalt zu überfallen, sondern haben auch auf natürliche Weise eine geordnete soziale Territorialhierarchie mit anderen Individuen im selben Gebiet gebildet und keine Anzeichen ungewöhnlicher Bewegungen gezeigt, als sie versuchten, über weite Strecken wegzulaufen oder hartnäckig nach Hause zurückzukehren.

Experten für Verhaltensökologie analysierten, dass diese unerwartete Entdeckung den komplexen neuronalen Mechanismus des „Suchinstinkts“ des Krokodils enthüllte: In Gefangenschaft aufwachsende Individuen hinterließen während der kritischen Wachstumsphase keinen verfestigten geomagnetischen räumlichen Abdruck in einem bestimmten großen natürlichen Wassersystem. Dies ermöglichte ihnen eine weitaus höhere „räumliche Plastizität“ und Siedlungsakzeptanz, wenn sie als Erwachsene einem neuen geeigneten natürlichen Lebensraum gegenüberstanden, als erwachsene Individuen in freier Wildbahn. Solange die freigesetzten Gewässer über eine ausreichende Wassertiefe, reichliche Beutereserven und eine Nist- und Sonnenumgebung ohne menschliche Eingriffe verfügen, können in Gefangenschaft gezüchtete Krokodile ihre neue Umgebung schnell als ihr dauerhaftes und dauerhaftes Revier verankern. Dieses Forschungsergebnis zerstreut nicht nur wirksam die bisherigen Zweifel in der Naturschutzgemeinschaft hinsichtlich des leichten Verlusts von in Gefangenschaft gehaltenen Krokodilen in freier Wildbahn, sondern liefert auch eine solide und leistungsstarke empirische wissenschaftliche Grundlage für den Wiederansiedlungsplan, die Wiederherstellung von Lebensräumen und die Herabstufung gefährdeter Arten anderer bedrohter Krokodilarten auf der ganzen Welt.
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