DLSS 5 auf Apple M5 Pro getestet: Bildqualität deutlich verbessert, aber Latenz um das Zehnfache erhöht

📅 2026-09-09

Zusammenfassung:

NVIDIAs neueste DLSS 5-Technologie wurde kürzlich im Rahmen eines inoffiziellen Experimentalprogramms auf dem M5 Pro-Chip von Apple getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass seine neuronalen Rendering-Fähigkeiten die Bildqualität erheblich verbessern können, allerdings auf Kosten der Bildraten, die auf einstellige Werte sinken und der Eingabeverzögerung auf das Zehnfache der Desktop-RTX 5050 ansteigt.

Der Test wurde vom Entwickler @iamwavecut geleitet, der das neuronale Rendering-Modell von DLSS 5 auf die Apple Silicon-Plattform portierte und das Apple Metal-Framework für die native Ausführung nutzte; Ein anderer Entwickler @Mappsnet7 hat das Metal-Backend über ReShade und Game Porting Toolkit 4.0b2 mit der Windows-Gaming-Umgebung verbunden. Auf der 16-Core-GPU des M5 Pro verbessert diese Lösung erfolgreich den Realismus der Oberflächenbeleuchtung, der Umgebungslichteindeckung und der Schärfentiefe und verbessert Bilddetails und Dreidimensionalität deutlich.

Die Leistung war jedoch enttäuschend. Bei aktiviertem DLSS 5 sank die Bildrate des M5 Pro auf 2,32 FPS bei 1440p-Auflösung, mit einer Eingangsverzögerung von bis zu 240 Millisekunden, deutlich über den Werten der Desktop-RTX 5050. Der Reddit-Benutzer AnyPomelo3352 wies darauf hin, dass dieser Leistungseinbruch auf das Fehlen einer dedizierten FP8-Hardwareeinheit beim M5 Pro zurückzuführen ist – die Kernoperationen von DLSS 5 basieren auf der FP8-Präzision und der M5 Pro kann die neuronale Rendering-Last nur auf den FP16-Pfad umleiten, was zu keinen Leistungssteigerungen führt.

Ein Vergleich der Spezifikationen zeigt, dass die 16-Kern-GPU des M5 Pro nur eine FP8-Rechenleistung von bis zu 26 TOPS unterstützt, während die Desktop-RTX 5050 etwa 105 TOPS erreichen kann, was eine große Lücke darstellt. Darüber hinaus führt die Ausführung neuronaler Inferenz durch ReShade-Hooking von GPTK4 selbst zu einem zusätzlichen Leistungsaufwand, der die Gesamtleistung weiter beeinträchtigt.

Obwohl Apple die Adaption seiner selbst entwickelten Chips im Gaming-Bereich energisch vorantreibt, zeigen die Testergebnisse von DLSS 5 deutlich, dass M5 Pro und M5 Max in der neuronalen Rendering-Architektur mehrere Generationen hinterherhinken. Ob die FP8-Unterstützung in Zukunft in der M6-Serie eingeführt wird, ist noch unbekannt, aber die aktuelle Lösung hat den Hardware-Engpass von Apple Silicon bei der KI-Grafikverarbeitung deutlich gemacht.

Verwandte Tags

Ähnliche Artikel

Kommentare

0/500
Captcha (click to refresh)
Keine Kommentare