Europäische lokale Bürosoftware Euro-Office ist im Begriff, einen Desktop-Client auf den Markt zu bringen und damit seine Herausforderung an das Microsoft Office-Software-Ökosystem zu beschleunigen

📅 2026-09-18

Zusammenfassung:

Euro-Office, die europäische Office-Suite, die sich auf „digitale Souveränität“ und lokalisierte Software-Ökologie konzentriert, steht vor einem wichtigen Upgrade. Der Entwickler Nextcloud gab kürzlich bekannt, dass Euro-Office in den nächsten Wochen einen dedizierten Desktop-Client auf den Markt bringen wird, der Windows-, Linux- und macOS-Plattformen abdeckt, und füllt damit einen wichtigen Link aus, der seit der Veröffentlichung des Projekts fehlt.

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Euro-Office wurde Anfang des Jahres offiziell gestartet. Es wurde gemeinsam von Nextcloud, IONOS, Open-Xchange, Office.eu und anderen europäischen Unternehmen und Organisationen entwickelt und positioniert sich als europäische Alternative zu Microsoft Office. Das Projekt legt Wert auf Open Source, Datensouveränität und die Verringerung der Abhängigkeit europäischer Institutionen von außereuropäischen Softwareanbietern und hofft, lokalisierte Bürolösungen für Regierungsbehörden, Unternehmen und einzelne Benutzer bereitzustellen.

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In der ersten Veröffentlichungsphase lief Euro-Office jedoch hauptsächlich in einem Browser, und Benutzer mussten über Webseiten auf Dokumente zugreifen und diese bearbeiten. Nextcloud hat es dann in die Nextcloud Office-Plattform integriert, sodass Benutzer Dokumente, Formulare und Präsentationsdateien direkt auf dem Nextcloud-Server verarbeiten können, das Gesamterlebnis jedoch immer noch webzentriert ist.

Mit dem kommenden Desktop-Client wird Euro-Office erstmals über ein lokales Bewerbungsformular ähnlich traditioneller Bürosoftware verfügen. Zukünftig können Benutzer Dokumente direkt auf ihren persönlichen Computern bearbeiten und gleichzeitig eine Verbindung zur Nextcloud-Plattform aufrechterhalten, um Dateisynchronisierung und kollaboratives Arbeiten zu erreichen.

Nextcloud sagt, dass dieses Update eine der letzten wichtigen Lücken zwischen Euro-Office und Microsoft Office schließen wird. Für viele Benutzer, die es gewohnt sind, Office-Software lokal zu installieren, bietet die Desktop-Version eine vertrautere Verwendung und verringert die Abhängigkeit von der Browserumgebung.

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Nach aktuell veröffentlichten Informationen unterstützt die neue Version des Clients Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsbearbeitung und kann auch mit Nextcloud-Instanzen verknüpft werden. Selbst offline können Benutzer weiterhin lokal an Dateien arbeiten, Inhalte automatisch synchronisieren und an der Zusammenarbeit mehrerer Personen teilnehmen, wenn das Netzwerk wiederhergestellt ist.

Neben der Einführung des Desktop-Clients hat Nextcloud auch die Gesamtleistung von Euro-Office optimiert. Die neue Version verbessert den Dateifiltermechanismus und die Dokument-Miniaturansichtsfunktion, wodurch es für Benutzer einfacher wird, Zieldateien zu finden und sie schnell zur Verarbeitung zu öffnen.

Aus technischer Sicht basiert Euro-Office tatsächlich auf OnlyOffice-Code. Als das Projekt in diesem Jahr startete, lösten damit verbundene Praktiken eine Reihe öffentlicher Kontroversen aus. Einige Brancheninsider haben seine Markenpositionierung und Entwicklungsrichtung in Frage gestellt, und die Document Foundation hinter LibreOffice hat Euro-Office auch dafür kritisiert, dass es zu viel Wert auf die Kompatibilität mit dem Microsoft OOXML-Format legt, anstatt das Open Document Format ODF als Standardstandard zu verwenden.

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Angesichts dieser Debatten ist das Entwicklungsteam von Euro-Office davon überzeugt, dass die Unterstützung von Microsoft-Dateiformaten wie DOCX, XLSX und PPTX eine wichtige Voraussetzung für die Förderung der Migration öffentlicher Institutionen und Unternehmen ist, da die bestehenden Büroumgebungen der meisten Benutzer immer noch auf diesen Formaten basieren.

Unterdessen nimmt die Projektentwicklung weiter zu. Institutionen wie Tuta, ein datenschutzorientierter europäischer E-Mail-Dienstleister, haben sich den Entwicklungsbemühungen angeschlossen und Code- und Funktionsverbesserungen zum Projekt beigetragen. Dadurch wird auch die Europäische Software-Allianz hinter Euro-Office weiter gestärkt.

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Derzeit fördern viele europäische Länder digitale Souveränitätsstrategien, um ihre Abhängigkeit von den Produkten ausländischer Technologiegiganten zu verringern. In Deutschland, Frankreich und auf einigen lokalen Regierungsebenen beginnen immer mehr Institutionen, Open-Source-Software und lokale Technologielösungen zu evaluieren. In diesem Zusammenhang gilt Euro-Office als wichtiger Versuch, europäische Bürosoftware zu automatisieren.

Laut dem von Nextcloud bekannt gegebenen Zeitplan wird die Desktop-Version von Euro-Office voraussichtlich in den nächsten Wochen zum Download verfügbar sein. Da Windows-, macOS- und Linux-Clients nacheinander auf den Markt kommen, tritt diese europäische Office-Suite, die ursprünglich auf die Browserumgebung beschränkt war, offiziell in eine neue Phase der direkten Konkurrenz zu Microsoft Office ein.

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