Google Fotos verkürzt die Aufbewahrungsfrist im Papierkorb und Backup-Fotos und -Videos werden 30 Tage nach dem Löschen endgültig gelöscht

📅 2026-09-09

Zusammenfassung:

Google hat kürzlich stillschweigend die Papierkorbrichtlinie von Google Fotos angepasst. Nachdem die Sicherungsfotos und -videos gelöscht wurden, verkürzt sich die Aufbewahrungsfrist von ursprünglich 60 Tagen auf 30 Tage. Nach Ablauf des Ablaufdatums werden die relevanten Inhalte dauerhaft gelöscht und Nutzer können sie nicht mehr über Google Fotos wiederherstellen. Diese Änderung bedeutet, dass die Pufferzeit für Benutzer zur Verarbeitung versehentlich gelöschter Fotos direkt um die Hälfte verkürzt wurde.

Zuvor bot Google Fotos eine Aufbewahrungsfrist für gesicherte Fotos und Videos im Papierkorb von 60 Tagen, während nicht gesicherte Fotos und Videos normalerweise 30 Tage lang aufbewahrt wurden. Nach dieser Anpassung wird die Aufbewahrungsfrist der beiden Arten von Inhalten auf 30 Tage vereinheitlicht. Google hat die entsprechende Hilfedokumentation aktualisiert und einige Android-Nutzer sehen nun auch Benachrichtigungen zu Richtlinienänderungen in der App.

Diese Änderung wurde erstmals Ende August 2026 entdeckt. Damals entdeckten Forscher im Code der Google Fotos-App einen Text mit Bezug zu „30 Tagen“, woraufhin Google die Hilfeseite Anfang September aktualisierte. Seit dem 7. September erhalten einige Benutzer In-App-Aufforderungen, was darauf hindeutet, dass diese Richtlinie schrittweise in Kraft tritt.

Es ist zu beachten, dass die 30 Tage ab dem Zeitpunkt berechnet werden, an dem das Foto oder Video gelöscht wurde, und nicht ab dem Zeitpunkt, an dem der Benutzer die versehentliche Löschung entdeckt hat. Wenn ein Nutzer am 1. September ein Foto löscht, wird es um den 1. Oktober herum dauerhaft gelöscht und die Aufbewahrungsfrist wird nicht automatisch verlängert, selbst wenn der Nutzer in der Zwischenzeit nie Google Fotos öffnet.

Wenn der Benutzer außerdem den Papierkorb aktiv leert oder sich direkt dafür entscheidet, ihn dauerhaft im Papierkorb zu löschen, verschwinden die relevanten Inhalte dennoch sofort und können nicht länger über die 30-tägige Pufferfrist verfügen. Google hat außerdem klargestellt, dass dauerhaft gelöschte Fotos und Videos nicht wiederhergestellt werden können.

Diese Änderung verdient besondere Aufmerksamkeit für Benutzer, die häufig Fotos organisieren oder es gewohnt sind, Fotos in der Cloud zu sichern, bevor sie Speicherplatz auf ihrem Telefon freigeben. Gerade wer regelmäßig viele Fotos löscht, aber ab und zu alte Fotos zurückholen muss, muss künftig den Inhalt des Papierkorbs genauer prüfen.

Google hat diese Anpassung weder gesondert angekündigt noch die Gründe im Änderungsprotokoll klar dargelegt. Relevante Änderungen werden hauptsächlich nach und nach über Hilfeseiten und In-App-Eingabeaufforderungen widergespiegelt. Obwohl 30 Tage für die meisten Benutzer immer noch ausreichen, um versehentliche Löschprobleme zu erkennen, wird diese Anpassung für diejenigen, die es gewohnt sind, den Papierkorb als langfristigen Safe zu verwenden, zweifellos einen größeren Zeitdruck mit sich bringen.

Es ist erwähnenswert, dass Google Fotos nicht der einzige Dienst ist, der eine 30-tägige Papierkorbfrist verwendet. Nach dieser Anpassung entspricht die Aufbewahrungsdauer gesicherter Fotos und Videos der von nicht gesicherten Inhalten. Für Google mag dies dazu beitragen, die Regeln zwischen verschiedenen Plattformen zu vereinfachen, doch für die Nutzer bleibt die wichtigste Änderung bestehen: Fotos, die früher zwei Monate warten konnten, bevor sie zur Wiederherstellung in Betracht gezogen wurden, haben jetzt nur noch einen Monat Zeit.

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