Zusammenfassung:
Ryan Roslansky, Executive Vice President von Microsoft, hat kürzlich auf LinkedIn gepostet, um sich über das „KI-Müll“-Problem zu beschweren. Roslansky ist verantwortlich für LinkedIn und Kerngeschäfte wie Microsoft 365, Teams, Outlook und Copilot und steht im Mittelpunkt der KI-Strategie von Microsoft.
Roslanskys Aussage ist deshalb bemerkenswert, weil er nicht irgendein Manager ist, der sich in den sozialen Medien über KI beschwert, sondern der Leiter, der für eine der wichtigsten Produktlinien von Microsoft verantwortlich ist.
Roslansky beschrieb in dem Beitrag eine persönliche Erfahrung. Er erhielt ein Dokument, das offensichtlich von KI erstellt wurde, also nutzte er KI, um es zusammenzufassen. Es stellte sich heraus, dass das Dokument keine neuen Ideen enthielt und der gesamte Prozess einem Nichtsgewinn gleichkam.
Er nannte dieses Phänomen eine Endlosschleife und warnte, dass Unternehmen möglicherweise viel Geld für KI-Tools ausgeben, nur um den Mitarbeitern zu ermöglichen, das Denken, Schreiben und Lesen zu umgehen, das sie selbst erledigen sollten.
Roslansky brachte auch das Konzept eines homogenen Ozeans zur Sprache und befürchtete, dass die Menschen sich zunehmend daran gewöhnen, von KI generierte generische Inhalte zu konsumieren, anstatt ihre eigenen Ideen und Erfahrungen einzubringen.
Ironischerweise ist Microsoft eines der Unternehmen, das KI in fast alle Software-Erlebnisse integriert hat. Im vergangenen Jahr hat Microsoft Copilot in fast alle Produkte wie Windows, Office, Edge, Teams, Outlook usw. integriert und treibt zudem die Einführung von KI-Agenten und autonomen Arbeitsabläufen in Unternehmen energisch voran.
Im November letzten Jahres bestätigte Pavan Davaluri, der Chef von Windows, dass das System auf ein Proxy-Betriebssystem umgestellt werden würde, was zu großer Unzufriedenheit der Benutzer führte. Seitdem verspricht Microsoft Verbesserungen. Das Unternehmen entwickelt derzeit eine KI-Deinstallationsschaltfläche für Windows und hat auch damit begonnen, KI in praktischeren Bereichen einzusetzen.

Kommentare