Zusammenfassung:
Kürzlich haben einige Benutzer von Windows 11 festgestellt, dass das System wiederholt Benachrichtigungen „Virenschutz aktivieren“ anzeigt, was darauf hinweist, dass sich der Computer in einem ungeschützten Zustand befindet, und Benutzer dazu auffordert, auf die Benachrichtigung zu klicken, um die Antivirensoftware Microsoft Defender zu aktivieren. Bei den neuesten Windows-Tests wurde festgestellt, dass diese Eingabeaufforderungen möglicherweise beim Systemstart oder zufällig während der täglichen Verwendung angezeigt werden.

Microsoft hat dieses Problem bestätigt und erklärt, dass nach der Installation des neuesten Microsoft Defender Antivirus-Updates auf einigen Geräten möglicherweise die Meldung „Microsoft Defender Antivirus ist deaktiviert“ angezeigt wird, die Antivirensoftware jedoch tatsächlich weiterhin normal ausgeführt wird und die zugehörigen Einstellungen ebenfalls als aktiviert angezeigt werden. Microsoft hat die konkrete Update-Version, die das Problem verursacht hat, nicht bekannt gegeben.
Da die Systemschutzfunktion nicht wirklich ausgeschaltet ist, werden Benutzer nach dem Klicken auf die Benachrichtigung in der Regel nur zum Windows-Sicherheitscenter oder zur Homepage des Defender weitergeleitet und können keine Einstellungen ändern. Wenn Benutzer die Eingabeaufforderung noch nicht gesehen haben, wird sie möglicherweise in den nächsten Tagen noch angezeigt. Benutzer, die die Aufforderung bereits im Benachrichtigungscenter gesehen haben, erhalten möglicherweise weiterhin ähnliche Benachrichtigungen, bevor Microsoft einen Fix veröffentlicht.
Benutzer können die Benachrichtigung ignorieren oder schließen, die Aufforderung wird jedoch möglicherweise erneut angezeigt. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Problem mit dem Defender-Update zusammenhängt und nicht nur Windows 11 23H2, 24H2 und 25H2, sondern auch Windows 10 betrifft. Die Benachrichtigung umgeht auch die regulären Benachrichtigungseinstellungen von Windows, sodass das Ausschalten von Systembenachrichtigungen oder die Aktivierung des Modus „Nicht stören“ nicht verhindern, dass sie angezeigt wird.
Microsoft sagte in einem aktualisierten Supportdokument, dass jede Version von Windows oder Windows Server betroffen sein könnte, solange auf dem Gerät die Antivirensoftware Microsoft Defender ausgeführt wird und Defender nicht angehalten ist. Bei Benutzern von Windows 7 tritt dieses Problem derzeit nicht auf, da das System keine Defender-Updates mehr erhält. Microsoft gab bekannt, dass es mit zukünftigen Microsoft Defender-Antiviren-Updates eine Lösung veröffentlichen wird und später weitere Informationen bereitstellen wird.
Windows Latest gab an, dass das Problem, dass Defender fälschlicherweise Sicherheitswarnungen meldet, erstmals Anfang August entdeckt wurde. Die Zahl der entsprechenden Meldungen ist in den letzten Tagen deutlich gestiegen und hat die Aufmerksamkeit von Microsoft auf sich gezogen. Auch Microsoft-Softwareentwicklerin Jen Gentleman bestätigte vor rund zwei Wochen, dass das Unternehmen den Fall untersucht, bislang gibt es aber keine offizielle Lösung.
Obwohl Microsoft sagt, dass es sich hierbei um ein falsches Positiv handelt, sollten Benutzer es nicht einfach als unbedeutenden Fehler abtun. Malware kann Benutzer auch durch gefälschte oder irreführende Sicherheitswarnungen dazu verleiten, Microsoft Defender zu deaktivieren oder andere Sicherheitseinstellungen zu ändern. Bevor Benutzer die Aufforderung ignorieren, sollten sie daher bestätigen, dass Defender tatsächlich ausgeführt wird, und prüfen, ob der Echtzeitschutz aktiviert ist.
Die Überprüfungsmethode besteht darin, das Windows-Sicherheitscenter zu öffnen und die Seite „Viren- und Bedrohungsschutz“ aufzurufen. Wenn Defender ordnungsgemäß funktioniert, werden in der Regel keine entsprechenden Warnungen angezeigt. Benutzer können auch unter „Einstellungen für Viren- und Bedrohungsschutz“ auf „Einstellungen verwalten“ klicken, um zu bestätigen, dass der „Echtzeitschutz“ aktiviert ist. Was die Sicherheitsaufforderung zur Aktivierung von OneDrive betrifft, handelt es sich um eine Aufforderung mit Werbenutzen, die getrost ignoriert werden kann.

Benutzer können auch über die Eingabeaufforderung überprüfen, ob der Defender-Dienst ausgeführt wird. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung und geben Sie Folgendes ein:
sc-Abfrage WinDefend
Wenn der Microsoft Defender-Antivirendienst ausgeführt wird, sollten die Ergebnisse Folgendes anzeigen:
STATUS: 4 LÄUFT
Dieser Befehl kann jedoch nur bestätigen, ob der entsprechende Dienst gestartet ist. Um weiter zu überprüfen, ob Defender, Antivirus und Echtzeitschutz aktiviert sind, können Sie den folgenden Befehl ausführen:
powershell -command „Get-MpComputerStatus | Select-Object AntivirusEnabled, RealTimeProtectionEnabled, AMServiceEnabled“
Auf einem ordnungsgemäß geschützten Computer sollten die Ergebnisse lauten:
AntivirusEnabled: True
RealTimeProtectionEnabled: True
AMServiceEnabled: True

Die oben genannten Befehle können ausgeführt werden, ohne ein Terminal als Administrator zu starten. Wenn die Werte der drei Elemente alle „True“ sind, bedeutet dies, dass der Windows Defender-Virenschutz und der Echtzeitschutz aktiviert sind. Selbst wenn Windows fälschlicherweise die Meldung „Virenschutz aktivieren“ ausgibt, ist der Computer tatsächlich weiterhin geschützt.
Derzeit gibt es weitere Probleme in Windows, die von Microsoft bestätigt wurden, darunter der abnormale Mauszeiger nach dem Windows 11-Update und das Zurücksetzen des Systemhintergrunds.
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