Zusammenfassung:
Seit Sony im Juli 2026 ankündigte, die Produktion physischer PS5-Discs im Jahr 2028 einzustellen, haben viele Spieler weiterhin ihre Unzufriedenheit auf offiziellen sozialen Konten und Werbeinhalten zum Ausdruck gebracht. Auch wenn einige Spiele weiterhin in physischen Versionen erscheinen werden, ist der Kommentarbereich immer noch voller Proteste. Angesichts des fast zweijährigen Widerstands hat Sony kürzlich eine neue Richtlinie eingeführt, die von der Außenwelt als harte Reaktion auf seine schärfsten Kritiker interpretiert wurde.

Sony bezeichnet diese neue Richtlinie als „Anti-Belästigungsrichtlinie“ und listet Verhaltensweisen auf, die bekämpft werden sollten, darunter beleidigende Sprache, Drohungen, Verleumdung, Einschüchterung, Diskriminierung, sexuelle Belästigung, Übergriffe auf Mitarbeiter und unbefugter Zutritt zu Büroräumen.
Besorgniserregend ist jedoch, dass in der Richtlinie auch „kontinuierliche, wiederholte oder langfristige Anfragen“, „Anforderungen, die nichts mit Produkten oder Dienstleistungen zu tun haben“ und „An Mitarbeiter gerichtete Anfragen“ als verbotene Verhaltensweisen aufgeführt sind. In dem zugehörigen Blogbeitrag wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Liste der verbotenen Verhaltensweisen nicht erschöpfend ist.
Diese Klausel deckt die Art und Weise ab, wie eine große Anzahl von Spielern, die sich gegen den Plan zur Einstellung physischer Festplatten aussprechen, ihre Forderungen äußern. Sony gab an, dass diejenigen, die gegen die Richtlinie verstoßen, mit eingeschränkten oder ausgesetzten Kundendienstprivilegien rechnen müssen und möglicherweise sogar mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um rechtliche Schritte, einschließlich strafrechtlicher Verfolgung, zu ergreifen.
Sony hat noch keine weiteren Erläuterungen zu den Einzelheiten der neuen Regeln abgegeben. Es bleibt abzuwarten, wie sie umgesetzt werden und ob gegen langjährige Kritiker vorgegangen wird.

Gleichzeitig argumentierte Sony kürzlich in einer Sammelklage in Kalifornien, dass Verbraucher die digitale Version des Spiels nicht tatsächlich besitzen – und die digitale Version die einzige Kaufoption für Spieler sei, nachdem die physische Festplatte eingestellt wurde. Diese Haltung, gepaart mit der Einführung neuer Vorschriften, dürfte die Konfrontationsstimmung in der Spielergemeinschaft weiter verstärken.
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