Zusammenfassung:
Sony gab bekannt, dass PlayStation 5-Benutzer in den USA ab heute kostenlose werbefinanzierte Fernsehkanäle (FAST) ansehen können. Der Medien-Tab der PS5 bietet mehr als 100 Live-Kanäle von Sony Pictures Television sowie Unterstützung für On-Demand-Inhalte.

Der Kanalinhalt umfasst Filme, Fernsehserien, Animationen, Nachrichten, Sport, Dokumentationen und andere Kategorien. Zu den Filmkanälen gehören MovieSphere, 50 Cent Action und Sony One Horror Hits, die von Lionsgate gestartet wurden und Action-, Science-Fiction- und Horrorthemen abdecken. Im Bereich TV-Serien können Nutzer Sendungen wie „The Lost Boys“, „The Walking Dead“, „Deal or No Deal“, „Fear Factor“ und „Ice Road Trucks“ ansehen.
Animationsinhalte umfassen Werke wie „Naruto“, „Sailor Moon“, „Hunter“ und „Death Note“. Darüber hinaus wird die Plattform auch Kanäle für Gaming, E-Sport, Podcasts und Comedy-Sendungen bereitstellen. Wenn man bedenkt, dass Sony Crunchyroll besitzt, ist die Hinzufügung von Anime-Inhalten nicht überraschend.
Sony gab an, dass der Live-TV-Dienst auf PS5 weiterhin Programminhalte aktualisieren und nach und nach neue Kanäle hinzufügen wird. Das Unternehmen plant außerdem, den Service in Zukunft auf Kanada und andere Regionen auszuweiten.
Aus geschäftlicher Sicht ist dieser Schritt für Sony sinnvoll. Nach jüngsten Geschäftsentscheidungen wie der grundsätzlichen Einstellung der Produktion von Spiele-Discs hofft Sony, Konsolenbenutzer dazu zu bringen, FAST-Kanäle direkt auf der PS5 anzusehen, anstatt sich anderen Plattformen wie Pluto, Roku oder Tubi zuzuwenden. Dadurch können Benutzer nicht nur länger im PlayStation-Ökosystem bleiben, sondern können Sony auch zusätzliche Einnahmen bringen. Derzeit legt Sony immer mehr Wert darauf, mehr Umsatz mit bestehenden Kunden zu erzielen, anstatt sich ausschließlich auf den Verkauf von PS5-Konsolen an neue Benutzer zu verlassen.
Der Zeitpunkt für die Einführung des Dienstes ist jedoch, gelinde gesagt, nicht ideal. Die Gegenreaktion rund um die Abwertung von Spiele-Discs dürfte kurzfristig nicht nachlassen. Sony hat europäische Nutzer außerdem kürzlich darüber informiert, dass sie aufgrund des Auslaufens von Lizenzverträgen den Zugriff auf Hunderte von im PlayStation Store gekauften Filmen verlieren würden.
Natürlich sind noch weitere Spiele für PlayStation in der Entwicklung, und Sony wird einige davon diese Woche bei zwei State of Play-Events vorstellen. Aber gemessen an der aktuellen Leistung ist dieser neue Dienst eher so, als würde er die PS5 in die Richtung vorantreiben, die die Xbox One zuvor versucht hat. Microsoft hatte die Xbox One als All-in-One-Entertainment-Center positioniert, doch diese Strategie scheiterte letztlich.
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