Der öffentliche Sektor der Schweiz plant den Ausstieg aus der Office-Suite Microsoft 365 und startet ein Migrationspilotprojekt

📅 2026-09-08

Zusammenfassung:

Um die übermäßige Abhängigkeit von großen multinationalen Technologieunternehmen zu verringern und die digitale Autonomie auf nationaler Ebene zu stärken, hat die öffentliche Verwaltung der Schweiz offiziell ein wichtiges Pilotprojekt gestartet. Sie plant, die Office-Suite Microsoft 365 auslaufen zu lassen und eine umfassende Migration zu einem lokalisierten, quelloffenen und stärker kontrollierten Software-Ökosystem für die Bürozusammenarbeit zu prüfen.

Der Migrationsplan wird von den schweizerischen Fachbehörden für öffentliche Verwaltung auf Bundes- und Landesebene vorangetrieben. Seit langem verlassen sich mehrstufige Regierungsstellen und öffentliche Institutionen in der Schweiz stark auf die Cloud-Collaboration-Dienste Microsoft 365 mit Microsoft Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams als Kern. Da Cloud-Dienste jedoch erhöhte Risiken für den grenzüberschreitenden Datenfluss mit sich bringen und das globale geopolitische und Daten-Compliance-Umfeld immer komplexer wird, haben Schweizer Regulierungsbehörden große Bedenken hinsichtlich der Sperrung öffentlicher sensibler Daten durch externe Cloud-Dienstanbieter, potenzieller Datenabflussrisiken und langfristig hoher kommerzieller Lizenzkosten geäußert.

Das dieses Mal gestartete Pilotprojekt konzentriert sich hauptsächlich auf die Überprüfung der Machbarkeit, Sicherheit und kollaborativen Effizienz alternativer Lösungen in der tatsächlichen Regierungsarbeit. Gemäß der Technologie-Roadmap konzentrieren sich Schweizer Beamte auf die Untersuchung moderner Office-Suiten auf Basis von Open-Source-Technologie, darunter eine privatisierte Plattform für den Dokumentenaustausch und die Zusammenarbeit auf Basis von Nextcloud, ausgereifte Open-Source-Desktop-Bearbeitungstools wie LibreOffice sowie sichere E-Mail- und Instant-Messaging-Systeme, die mit modernen Netzwerkprotokollen kompatibel sind. Mit dem Pilotprojekt soll getestet werden, ob diese alternativen Tools die komplexen Arbeitsabläufe von Microsoft Teams wie Audio- und Videokonferenzen, Online-Zusammenarbeit mehrerer Personen an Dokumenten in Echtzeit und Kalendersynchronisierung perfekt ersetzen können, ohne die Effizienz der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit zu beeinträchtigen.

Neben strengen technischen Funktionstests sind Datensouveränität und Compliance die zentralen Antriebskräfte dieses Pilotprojekts. Die Schweiz ist für ihr strenges Bankgeheimnis und ihre Datenschutzgesetze bekannt. Beamte fordern eindeutig, dass Systeme, die in Zukunft zur Übertragung von Daten der öffentlichen Verwaltung und der Privatsphäre der Bürger verwendet werden, in lokalen Rechenzentren oder Infrastrukturen der Schweiz mit vollständig autonomen und kontrollierbaren Berechtigungen bereitgestellt werden müssen, um die Risiken der langwierigen Gerichtsbarkeit zu beseitigen, die ausländische Gerichtsbarkeiten Dritter für lokale Daten darstellen können.

Derzeit hat die erste Gruppe von Ministerien und Beamten, die am Pilotprojekt teilnehmen, damit begonnen, die alternative Büroplattform schrittweise zu testen. Das technische Team wird eine umfassende Bewertung der Stabilität der Software, der Schwierigkeit der Umstellung der Benutzergewohnheiten, der Zwei-Wege-Kompatibilität von Dokumenten im alten Format sowie der Gesamtbetrieb- und Wartungskosten des Systems durchführen. Die zuständigen Schweizer Behörden gaben an, dass die Entflechtung aus dem tief verwurzelten Microsoft-Ökosystem zwar ein systematisches Projekt ist, das viel Zeit in Anspruch nimmt und auf Widerstand seitens der Benutzergewohnheiten stößt, der Start dieses Pilotprojekts jedoch die strategische Entschlossenheit der Schweiz zeigt, die digitale Eigenständigkeit entschieden zu fördern und eine diversifizierte offene Software-Lieferkette aufzubauen. Wenn die Ergebnisse der Pilotevaluation den Erwartungen entsprechen, wird die Schweiz voraussichtlich in den nächsten Jahren dieses Programm zur Entweichung der Migration bei einem breiteren Spektrum von Bundesbehörden und sogar im öffentlichen Bildungssystem bekannt machen.

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