Ein innovativer Algorithmus für künstliche Intelligenz, der von Hundeverhaltensexperten entwickelt wurde, soll das Temperament von Arbeitshunden genau beurteilen, um bessere Trainings- und Platzierungsergebnisse zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und dem Hundetechnologie-Startup Dogvatar nutzt C-BARQ-Umfragedaten, um die Persönlichkeitstypen von Hunden vorherzusagen, und bietet so einen neuen Ansatz für die Zuordnung von Mensch und Hund. Der Algorithmus generiert einen Fingerabdruck der Persönlichkeit eines Hundes, ähnlich wie der beliebte Myers-Briggs-Test für Menschen.

Ein multidisziplinäres Forscherteam, das sich auf das Verhalten von Hunden und künstliche Intelligenz spezialisiert hat, hat einen KI-Algorithmus entwickelt, der den anspruchsvollen Prozess der Beurteilung der Persönlichkeit eines potenziellen Arbeitshundes automatisiert. Sie hoffen, Hundeausbildungseinrichtungen dabei zu helfen, schneller und genauer zu beurteilen, welche Tiere das Potenzial für einen langfristigen Erfolg in Berufen haben, beispielsweise bei der Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden und bei der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Persönlichkeitstests können auch verwendet werden, um Hunde Menschen zuzuordnen und Tierheimen dabei zu helfen, Tiere richtig unterzubringen, wodurch die Zahl der Tiere verringert wird, die als ungeeignete Adoptivhäuser zurückgegeben werden.

Wissenschaftler der University of East London und der University of Pennsylvania führten die Studie im Auftrag ihres Sponsors Dogvatar durch, einem Startup für Hundetechnologie mit Sitz in Miami, Florida. Sie gaben die Forschungsergebnisse des Algorithmus zum Testen der Persönlichkeit von Hunden in dem am 29. Januar 2024 in „Scientific Reports“ veröffentlichten Artikel „Methode der künstlichen Intelligenz zur Vorhersage des Persönlichkeitstyps von Hunden“ bekannt.

Der KI-Algorithmus nutzt Daten aus fast 8.000 Antworten auf den weit verbreiteten Canine Behavior Assessment and Research Questionnaire (C-BARQ), um sich selbst zu trainieren. Seit mehr als 20 Jahren ist der 100-Fragen-Fragebogen der Goldstandard für die Beurteilung potenzieller Arbeitshunde.

„Der C-BARQ ist hochwirksam, aber viele seiner Fragen sind auch subjektiv“, sagte Co-Hauptforscher James Serpell, emeritierter Professor für Ethik und Tierschutz an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine. „Durch die Clusterung von Daten aus Tausenden von Umfragen konnten wir uns auf die empörenden Reaktionen einstellen, die subjektive Umfragefragen in Kategorien wie Hundekonkurrenz und Angst vor Fremden mit sich bringen.“

Der experimentelle Algorithmus für künstliche Intelligenz des Forschungsteams funktioniert unter anderem dadurch, dass er Antworten auf C-BARQ-Fragen in fünf große Kategorien klassifiziert und so letztendlich einen digitalen Persönlichkeitsfingerabdruck für einen bestimmten Hund erstellt. Diese Persönlichkeitstypen werden anhand einer Analyse der einflussreichsten Attribute in fünf Kategorien identifiziert und beschrieben, darunter: „Erregbar/affektiv“, „Ängstlich/Ängstlich“, „Distanziert/Räuberisch“, „Reaktiv/Aktiv“ und „Ruhig/gesellig“. Zu diesen abschließend gruppierten Datenpunkten gehören Verhaltensattribute wie „Aufregung, wenn es an der Tür klingelt“, „Aggression gegenüber fremden Hunden, die Ihr Zuhause besuchen“ und „Vögel jagen oder jagen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.“

Jedem Attribut wird ein „Merkmalsbedeutungswert“ zugewiesen, der angibt, wie viel Gewicht der KI-Algorithmus diesem Attribut bei der Berechnung der Persönlichkeitsbewertung des Hundes beimisst.

Dogvatar und seine Co-Forscher planen, potenzielle Anwendungen für ihren Algorithmus zum Testen der Persönlichkeit von Hunden weiter zu untersuchen. „Das ist ein sehr aufregender Durchbruch für uns“, sagte CEO und „AlphaPack Leader“ Piya Pettigrew. „Dieser Algorithmus könnte die Effizienz des Ausbildungs- und Vermittlungsprozesses für Arbeitshunde erheblich verbessern und dazu beitragen, die Zahl der Begleithunde zu reduzieren, die aufgrund von Nichtübereinstimmungen in Tierheime zurückgebracht werden. Es ist eine Win-Win-Situation sowohl für die Hunde als auch für die Menschen, denen sie dienen.“

Zusammengestellte Quelle: ScitechDaily