Das Startup StokeSpace hat einen 15-sekündigen Vertikalstart-/Vertikallandetest seiner wiederverwendbaren Rakete Hopper VTVL erfolgreich abgeschlossen, die nach ihrer Funktion als zweite Stufe der Trägerrakete wieder in die Atmosphäre eintreten und landen kann. In den letzten Jahrzehnten wurden Orbitalträgerraketen mehrfach umgestaltet. Wo Raketen früher als Wegwerfmaschinen galten, sind sie heute zu komplexeren, wiederverwendbaren Systemen geworden, die sowohl die Kosten senken als auch die Fähigkeiten erweitern.

Am 17. September 2023 führte Stoke Space einen Hopper-2-Test auf der Basis Moses Lake im US-Bundesstaat Washington durch. Der Hopper-Raketenprototyp befand sich nur 30 Fuß (9 Meter) über dem Boden und die Flugzeit betrug nur 15 Sekunden. Dies mag wie ein Kinderspiel erscheinen, aber sein Zweck besteht darin, eine Reihe fortschrittlicher Systeme für zukünftige Raketen der zweiten Stufe zu demonstrieren.

Foto von Hopper2, der sich auf den Start vorbereitet/Stoke Space Company

Eines der Systeme ist ein Wasserstoff/Sauerstoff-Raketentriebwerk. Den veröffentlichten Bildern nach zu urteilen, hat „Hopper“ unten einen kegelförmigen Teil mit einem Ring aus Triebwerken darum herum. Dies scheint eine Variante von „Aerospike“ zu sein. Die Krümmung des verjüngten Teils entspricht der Hälfte des Querschnitts einer Raketenglocke, die die austretenden Gase enthält. Die Luft um den Kegel herum ist wie die andere Hälfte. Wenn die Rakete aufsteigt, führen Änderungen im Umgebungsluftdruck dazu, dass das pneumatische Triebwerk den Querschnitt der Glockenmündung automatisch anpasst, um die Effizienz zu verbessern

Ein weiterer Vorteil von Ringtriebwerken besteht darin, dass eine Lageregelung durch individuelles Drosseln der Triebwerke erreicht werden kann.

Der Flug beinhaltete auch den ersten Test eines regenerativen Kühlhitzeschildes, der laut Stoke erforderlich sein wird, wenn die Rakete aus dem Orbit in die Atmosphäre zurückkehren und dann landen soll. Bisher wurden für Hitzeschilde entweder Keramikfliesen oder ablative Phenolkunststoffabdeckungen verwendet. Keramikfliesen absorbieren Wärme, geben sie aber langsamer ab, während Kunststoffabdeckungen die Wärme beim Verbrennen abführen. Bei der regenerativen Kühlung zirkuliert Raketentreibstoff hinter dem Schild und entzieht ihm Wärme, bevor der Treibstoff in das Triebwerk gelangt.

Stork behauptet, dass seine Rakete bei Inbetriebnahme zu 100 % wiederverwendbar sein wird, mit einer Bearbeitungszeit von 24 Stunden.