Südkoreas nationale Sicherheitsbehörde erklärte am 4. März, dass von Nordkorea unterstützte Cyber-Hacker seit 2024 in zwei südkoreanische Halbleiterausrüstungsunternehmen eingedrungen seien oder Informationen über südkoreanische inländische Chipherstellungsprojekte gestohlen hätten. Der südkoreanische Geheimdienst sagte, Nordkorea sei im Dezember 2023 und Februar 2024 in die Server zweier Unternehmen eingedrungen und habe Produkte aus deren Anlagen sowie Baupläne von Produktionsanlagen gestohlen.
Der südkoreanische Geheimdienst sagte in einer Erklärung, dass die Hacker eine Technik namens „Living Off the Land (LOTL)“ eingesetzt hätten, um bösartigen Code zu minimieren und vorhandene legitime Tools zu nutzen, die auf dem Server installiert seien, was die Erkennung mit Sicherheitssoftware erschwere, und empfahl südkoreanischen Unternehmen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
Der National Intelligence Service gab keine Einzelheiten zu den Hackergruppen oder -zielen bekannt und sagte lediglich, dass die Kriminellen sich auf mit dem Internet verbundene Server konzentrierten. Die Agentur fügte hinzu, dass Nordkorea möglicherweise mit den Vorbereitungen für die Produktion eigener Halbleiter begonnen habe, da Sanktionen es dem Land erschwerten, Chips zu beschaffen.
Nordkorea könnte ab der zweiten Hälfte des Jahres 2023 damit beginnen, seine Cyberangriffe auf den Chipbereich zu konzentrieren, um den größeren Bedarf an Satelliten- und Raketenforschung und -entwicklung zu decken.
Nordkorea hat die Beteiligung an Cyberkriminalität stets bestritten, obwohl ihm Cyberangriffe vorgeworfen wurden, die Schäden in Millionenhöhe verursachten.