Zwei Brüder wurden zu 41 Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie Apple getäuscht hatten, 10.000 gefälschte iPhones und iPads gegen echte einzutauschen. Die beiden Brüder aus San Diego sind Liao Zhimin und Liao Zhiting, und der dritte Bruder, Liao Zhiwei, wird später im Oktober verurteilt. Ihre Frauen wurden ebenfalls zu drei Jahren Bewährung verurteilt, berichtete die Times of San Diego.

Mittlerweile haben sich acht weitere Mitverschwörer schuldig bekannt und warten auf ihre Verurteilung. Obwohl die Veröffentlichung dies nicht bestätigt, wurden der Gesamtliste der 14 Bandenmitglieder zufolge drei (Xiamon Zhong, Charley Hsu und HyoWeon Yang) verhaftet, weil sie bei der ersten Festnahmeaktion entkamen und zu Flüchtlingen wurden.

Die Verhaftung und die anschließenden Anklagen erfolgten im Jahr 2019. Berichten zufolge dauerten die Operationen der Bande zu diesem Zeitpunkt bereits acht Jahre und betrogen Apple um insgesamt etwa 6,1 Millionen US-Dollar.

Die Brüder verfügten über Quellen in China und konnten mehr als 10.000 gefälschte iPhones aus China erwerben. Anschließend brachten sie die Fälschungen in einen Apple Store, wo sie sie gegen echte Apple-Geräte eintauschten.

Gerichtsdokumente enthalten nur wenige Details darüber, wie sie dies getan haben und wie sie die Geräteinspektionen in Apple Stores bestanden haben. Aber die Geräte scheinen echte Seriennummern zu haben und sind irgendwie von echten iPhones kopiert.

Die San Diego Times gab an, dass Liao Zhimin persönlich 105 Apple Stores in 22 Bundesstaaten besucht habe. Liao Zhiting besuchte mindestens 200 Fachgeschäfte in 18 Bundesstaaten und Kanada. Beide Männer versuchten, etwa 720 iPhones und iPads im Geschäft einzulösen.

Zusätzlich zu seiner 41-monatigen Haftstrafe erklärte sich der Kriminelle bereit, mehr als 200 iPhones an Apple zurückzugeben, seinen Wohnsitz in San Francisco aufzugeben und mehr als 250.000 US-Dollar zurückzuzahlen.

Die Liu-Brüder sind eingebürgerte US-Bürger, ebenso wie einige ihrer Mitverschwörer. Zu ihrer Bande gehörten ein chinesischer Staatsbürger und andere, die in Vietnam, Südkorea und Russland geboren wurden.

Berichten zufolge wurde die kriminelle Bande durch gemeinsame Bemühungen des FBI, des Heimatschutzministeriums, des San Diego Police Department, des US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzes und anderer Behörden entdeckt.