Am zweiten Tag des Kartellverfahrens gegen Google reichte Apple Protest gegen den Missbrauch geheimer Daten ein – Daten, bei denen es vermutlich darum geht, wie viel Google dem Unternehmen für die Beibehaltung der Standardsuchmaschine des iPhones gezahlt hat. Die US-Regierung ermittelt unter der Leitung von Richter Amit Mehta gegen Google wegen Machtmissbrauchs als Suchriese. Aufgrund der Finanzgeschäfte zwischen Google und Apple im Zusammenhang mit der Suche spielten wichtige Apple-Führungskräfte eine Schlüsselrolle bei der Untersuchung.
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Apple Online Store (China)
Dem Bericht der „Washington Post“ zufolge teilten beide Seiten während der öffentlichen Eröffnungsrede am Dienstag einige unbekannte geheime Informationen mit, und Apple hat einen Vertraulichkeitsprotest eingereicht. Der Anwalt des Justizministeriums, Kenneth Dintzer, hat offenbar bei der öffentlichen Telefonkonferenz Daten weitergegeben, von denen Apple und Google behaupten, dass sie Geschäftsgeheimnisse seien und durch ein Gerichtsverfahren geschützt werden sollten.
In dem Bericht wurden keine relevanten Zahlen genannt, es wurde jedoch davon ausgegangen, dass es sich um das handelte, was Ding Ze sagte: „Im Jahr 2020 zahlte Google im Rahmen des ISA 4 bis 7 Milliarden US-Dollar.“ Der Bezirksstaatsanwalt behauptete, dies sei eine öffentliche Information und nicht vertraulich. Beim Information Services Agreement (ISA) handelt es sich um die Bedingungen, die Google Apple dafür bezahlt, als Standardsuchmaschine zu fungieren.
Der Richter akzeptierte den Protest von Apple, entschied sich jedoch dafür, den Prozess fortzusetzen. „Mir scheint, dass alle ziemlich fleißig waren. Hier gibt es viel Material“, sagte Richter Mehta.
Der Rest des Prozesses wird wegen der großen Menge vertraulicher Handelsinformationen hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das Justizministerium wird seinen Fall im Laufe des nächsten Monats vorlegen, und dann haben die Generalstaatsanwälte zwei Wochen Zeit, um weitere Schriftsätze vorzulegen.
Ab dem 25. Oktober hat Google drei Wochen Zeit, sich zu verteidigen. Es ist kein Geheimnis, dass Google Apple eine Gebühr zahlt, um die Standardsuchmaschine zu bleiben, die genaue Höhe ist jedoch unklar. Die im Prozess genannte Schätzung von 4 bis 7 Milliarden US-Dollar erscheint unglaublich konservativ, da die Zahl für 2018 angeblich bei etwa 9,5 Milliarden US-Dollar liegt.
Seitdem scheinen die Zahlungen von Google gestiegen zu sein: Im Jahr 2020 sollen 11 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2021 15 Milliarden US-Dollar ausgezahlt werden. Die Regierung glaubt, dass diese unglaublichen Summen Teil des Machtmissbrauchs und der Unterdrückung des Wettbewerbs durch Google sind.
Der Prozess hat gerade erst begonnen und es wird Monate dauern, bis er geklärt ist.